Von euphorischer Melancholie Belén Haefely

Von euphorischer Melancholie

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Ist Zeit gleich Vergänglichkeit?

Wir leben in einer Welt, in der Medien die Magie ersetzten. In einem nie zum Stillstand kommenden Karussell, Lichter die vorbeiziehen, Chancen, Gelegenheiten, Momente, die zu betrachten der Zeit nicht genügend ist. Wo bleibt die Fantasie, wenn sie in unser aller Wohnzimmer projiziert, wo die wahre Schönheit, wenn sie uns allen vorgeführt und wo der Glaube wenn er uns allen als unrealistisch gelten gemacht wird? Wenn all die Eigenschaften die uns ausmachen von unserer Umwelt und somit von einem lügenden Spiegel stammen, wie sicher können wir unserer selbst da noch sein? Vielleicht Tragödie, vielleicht Komödie, vielleicht Dramatik en géneral, doch diese Hinterfragung bleibt bestehen, momentan unsichtbar wie die Liebe einer Mutter, die ihr Kind energisch zu sich reisst und dann umarmt, als Nachspiel der Angst um Verlust. In Zeiten von solchem Grau ist es einem belebendem Wolkenbruch gleichzusetzen, wenn man etwas sieht, dass auch heutzutage, vor allem heutzutage, von wahrer Kreativität zeugt. Denn manchmal siegt die kleine, sickernde Menge der Angst, die sich so ätzend durch jede noch so dicke Mauer der Zuversicht und des Vertrauens frisst, und man ruft sich die Vergänglichkeit des Schönen ins Gedächtnis, das wie das Lachen über einen wirklich guten Witz erst da ist, dann schwindet und schlussendlich in einem fahlen, fast unhörbaren Schnauben endet, spottend über das anfängliche, ehrliche Lachen.

Zeit wird vergehen. Eines der wenigen Kunstwerke der Natur, auf welches der Mensch sein vor schwarzer Tinte triefendes Firmenlogo noch nicht stempeln konnte. Doch was wir, die alle unter dem Wandel des Regenbogens in Beton leiden, zumindest zu einem bestimmen Grad beeinflussen können, ist die Vergänglichkeit. Denn die Vergänglichkeit lebt von unserer Akzeptanz der projizierten Fantasie, der vorgeführten Schönheit und des als unrealistisch geltend gemachten Glaubens. Hören wir auf zu funktionieren und beginnen wir zu realisieren. Suchen wir die Kreativität nicht in Neuem, auch nicht zwingend in Altem, sondern in uns. Denn wir sind das einzige, das sich heute noch annährend als einzigartig bezeichnen kann und somit auch das einzige, das Einzigartiges schaffen kann. Bewahren wir uns diese Eigenschaft. Denn wir leben in einer Welt, in der Medien die Magie ersetzen.

22.01.2014
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