Weltenforscher Jana Sabrina Graßer

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"Sehnsucht - Erkenntnis des Vermissens!"

Das Gefühl einen lieben Menschen verloren zu haben, ist neben jener Sehnsucht, die man ab diesem Zeitpunkt empfindet mit eines der Stärksten. Es folgt ein Zusammenspiel aus Schmerz, Traurigkeit und Wut.
Schmerz, weil dieser Mensch nun nicht mehr da ist, man ihn nicht mehr berühren oder mit ihm reden kann.
Traurigkeit, weil man ihm gerne noch etwas gesagt hätte, was man so nie sagen konnte.
Wut, weil man das Gefühl hat nun alleine im Leben zu stehen, auch wenn es Familie und Freunde gibt, die einen begleiten.
Jemand fehlt. Und plötzlich sind jene Gedanken so klar und rein, wie nie zuvor.

Die Traurigkeit, die einen anfangs übermannt und mit sich reißt, vergeht mit der Zeit. Der Sturm, in dem man sich befand lichtet sich ein wenig, klärt jedoch niemals wieder ganz auf. Unablässig davon wie viele Tage, Wochen, Monate oder Jahre seit dem Tod vergangen sind, hat man anfangs das Gefühl, es überstanden zu haben. Es geht einem besser.
Und irgendwann, wenn niemand mehr damit rechnet kommt die Sehnsucht.
Nun wird einem schier bewusst, welchen Verlust wir erleiden, wenn wir jemanden verlieren, ihn auf dem Weg des Sterbens bis zur Grenze hin begleitet haben, ihm zur Seite gestanden haben, bei dem letzten Weg, den jeder von uns irgendwann einmal gehen muss.

Und nun wandelt sich die Traurigkeit zu einem starken Verlangen den Verstorbenen, unseren lieben Menschen noch einmal sehen zu können, sich richtig zu verabschieden, ihn noch ein letztes Mal berühren zu dürfen. Das Herz rast, Tränen, die sich wie Wasserfälle augenblicklich über unsere Wangen ergießen und die Frage, ob man wirklich alles getan hat, ihn richtig begleitet hat strebt in einem auf.
Obwohl man es nicht wahrhaben und seinen Geist vor all diesen Gedanken verschließen möchte, ist es nicht mehr als menschlich. Jemanden zu vermissen ist wohl eines der natürlichsten Gefühle dieser Welt und gleichzeitig eines der schwersten, die man durchleben muss. Nicht zu wissen, was passiert während des Sterbens, wie geht es weiter, gibt es ein Leben nach dem Tod und vor allem sehen wir uns alle wieder, macht das Leben nicht einfacher.
Das Gefühl des Vermissens wird immer bleiben, es wird in unseren Herzen immer präsent sein, bedeutungslos wie alt wird sind, oder welche Situationen wir zu diesem Zeitpunkt durchleben. Und genau dieses Gefühl macht uns menschlich, sterblich, zerbrechlich. Nahezu oft kommt es vor, dass wir diese Gefühle unterdrücken, doch tut es uns nicht gut diese einmal auszuleben und sie zuzulassen?
Wir sind hier auf dieser Welt um zu lernen und um uns auf das Leben in der Ewigkeit vorzubereiten, gleichgültig wie stark unsere seelischen Schmerzen sind. Wir stehen auf, sammeln uns und machen weiter, Leben weiter und kämpfen für das, was wir lieben.

Jemanden zu vermissen, ist keine Belanglosigkeit, es zeigt einfach nur, dass man diesen Mensch unaufhörlich geliebt hat, auch wenn einige von uns erst später zu dieser Erkenntnis gelangen.
Jemanden zu vermissen, stellt die Unendlichkeit des Lebens und der Liebe dar, die wir fähig sind zu empfinden, auch wenn es schmerzt, denn nur wenn wir unsere lieben Menschen vermissen und auch nach ihrem Tod an sie denken, werden sie uns immer im Herzen begleiten und niemals ganz diese Welt verlassen, auch wenn wir sie nicht mehr sehen oder berühren können. Sie sind immer da, in unseren Gedanken und in unserem Herzen und genau dadurch wird das Vermissen und die Sehnsucht ein Teil unseres Lebens, den wir niemals ablegen werden, denn solange man an sie denkt, sind sie niemals ganz gestorben!

24.12.2013
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