Der Theatersaal der Gedanken Jörg Fleckner

Der Theatersaal der Gedanken

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Warum das Leben ein Gefühl und Gott eine Gitarre ist

Wo kommen denn die Gedanken her? Sind sie früher da gewesen als die Gefühle oder erzeugt das Gefühl einen Gedanken. Da ist da noch die Geschichte mit dem Huhn und dem Ei. Was war denn nun wirklich früher da? Das sind so immens wichtige Dinge, dass mir manchmal ganz schwindelig wird, wenn ich darüber sinniere. Und sinnieren, was ist das nun wieder?

So geht es unablässig in meinem Kopf. Immerhin habe ich ein lange Zeit lang angenommen, dass es bei jedem so sei. Das jeder so denkt wie ich. Irgendwie so komplex und dann wieder so schlicht, dass man fast schreien möchte. Anscheinend ist das jedoch nicht so.

Spielt ja auch keine große Rolle. So kann ich ja weiter über Nietzsches These nachdenken das Gott tot sei.
Für mich ist das ganz klar lächerlich. Gott ist und kann gar nicht tot sein. Denn Sie spricht ja zu mir. Vielleicht nicht in Worten. Doch ganz gewiss in Bildern und Zeichen. Ich widerspreche dem feinen Herrn Nietzsche an dieser Stelle und behaupte: „Gott lebt“! So weit sind wir dann schon einmal. Es gibt einen Gott. Für den einen ist es Allah. Für den anderen Manitu. Für einen weiteren der dreifaltige und einige Gott. Der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Wie auch immer es sein. Niemand kann es mit Sicherheit sagen, da ihn ja so wirklich keiner gesehen hat. Ich meine, Gott stand nicht da und hat gesagt:“ Hallo ich bin Gott, wie geht es dir?“

Diese Frage sei ohnehin lächerlich, da Gott es ja weiß wie es jedem Menschen auf dieser Welt geht. An dieser Stelle setzt dann wieder dieser Gedanke ein. Wie macht Sie das? Wie macht Gott das? Wie kann Sie das tun? Zu jeder Zeit wissen wie es jedem Menschen auf dieser Welt geht? Das ist schon ein echtes Kunststück. Das möchte ich an dieser Stelle mal ganz klar sagen. Hut ab vor so viel Wissen! Zu keinem Zeitpunkt möchte ich respektlos erscheinen. Doch denke ich, dass die Zeiten vorbei sind, an denen man daran glauben musste, dass es einen strafenden und manchmal total bösen Gott gibt, der seine eigene Schöpfung in die Hölle schickt und sie vorher noch ein bis drei Jahrhunderte ins Fegefeuer steckt. So etwas tut Sie nicht! Sie ist Liebe, sie ist all das Gute, sie ist alle Freude und all das Schöne dieser Welt.

Und da sie jederzeit überall sein kann, denke ich nicht das sie nicht weiß wie es ist Sex zu haben. Sie weiß alles. Weiß alles durch uns! Sie ist in uns. Denn wir sind der Tempel des Herrn. So oder ähnlich steht es in der Bibel, wenn ich mich recht erinnere.

Ich bin als Kind eines Katholischen Küsters und seiner Frau im Dienst der Kirche aufgewachsen und auch in ehrfürchtigem Glauben an Gott erzogen worden. Doch schon als Kind habe ich ganz oft an der üblichen Glaubenslehre gezweifelt. So ging es dann auch lang durch die Bank meinen Religionslehrern; Sie zweifelten an mir.
Der schöne Schein ist eben nur Eines. Ein schöner Schein. Die katholische Kirche hat nun in den letzten 5 Jahren mehr von ihrem Ruf einbüßen müssen als in den letzten 5 Jahrhunderten und speziell in 2012 hat sie sich nicht gerade mit Ruhm bekleckst. Das ist auch der Grund weswegen ich meine Erfahrungen mit der Kirche und dem Dienst in der Selben nicht weiter ausdehnen möchte.
Ich möchte meinen Finger nicht in offene Wunden stecken. Das macht die Kirche weltweit aktuell schon selbst ganz gut Nun frage ich mich gerade, wie ich überhaupt auf das Thema Kirche zu sprechen komme. Ach ja, mir ist diese tolle Überschrift eingefallen
– Warum Gott eine Gitarre und das Leben ein Gefühl ist –
Oder anders herum. So gibt dann ein Wort das andere und Zack ist man drin in dem schönsten Dilemma. Doch ich kann das erklären. Sie hat sich mir gezeigt, ihrer schönsten Form. Da war Sie in ihrer ganzen Pracht und Herrlichkeit. In Form eines Songs von Kenny Wayne Shephered. Einem jungen Blues Gitarristen. Wow, ein unbeschreibliches Gefühl von Fülle, von Harmonie und Verbundenheit mit dem Universum, der Welt und mit Ihr.

Mit der Gottheit in ihrer schönsten Form. Einen Moment lang war es so als spiele sich alles nur in meinem Auto ab. Als sein das ganze Universum geschrumpft und hätte im Innenraum meines Ford Mondeo ausgebreitet. So liefen mir ein paar Tränen über die Wange und ich wollte schreien vor Glück. Und da wusste ich es – Sie ist eine Gitarre. Gott ist eine Gitarre wenn sie es so will. Und dann ist Sie da, voll und ganz bei dir. Dann spricht sie mit mir und ich weiß, dass alles gut wird. Das ich geborgen bin. Das ich nicht fehl laufen kann. Das ich nichts falsch machen kann. Denn Sie ist da. Immer bei mir. Ich habe dieses Gefühl der inneren Verbundenheit mit dem Universum und mit Ihr schön öfter erlebt.

Jedes mal ist es anders und vollkommen unerwartet. Und dieses Gefühl bleibt nur für ein paar Sekunden. Leider, kann ich da nur sagen. So muss sich der Eckhard Tolle über einen ganz langen Zeitraum hinweg gefühlt haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass einem wirklich alles um einen herum vollkommen gleichgültig wird, sollte dieses Gefühl nicht abreißen. Dann ist der Himmel auf Erden.

Das ist auch der Grund für meine Behauptung, dass das Leben ein Gefühl ist. Denn wenn man so fühlen kann, wenn man sich so verbunden fühlen kann, dann lebt man wirklich. Dann ist da der Bereich an dem sich die Erde mit dem Himmel verbindet und die Sonne nicht untergeht. Ein ewig währendes Licht in Uns, in allen Menschen.
Vermutlich haben wir es im Laufe der Jahrtausende verlernt, dieses Licht zu sehen. Oder dieses Licht zu sein.

Immer wieder kommen mit die Maya in den Sinn. So suchen Forscher schon seit deren Untergang nach dem Toaster auf der Spülmaschine der Maya. Was, wenn sie solche Dinge gar nicht brauchten ? Was, wenn sie so sehr mit dem Universum, mit Ihr verbunden waren, dass sie nichts in der Richtung benötigten. Sie brauchten es schlicht gar nicht um existieren zu können. Sie lasen aus der Natur. Aus dem Regen. Aus den Blumen. Ihre Nachrichten entnahmen sie den Vögeln und deren Flug am Firmament. Sie hatten alles was sie benötigten, ohne das es der uns heute bekannten Technik bedarf.

So wünsche ich allen Menschen, dass sie einmal Gott in einem Auto, in einem Sessel, auf einer Parkbank oder wo auch immer kennen lernen und fühlen, dass es Sie wirklich gibt. Denn Sie ist da. Immer und zu jeder Zeit. Wir dürfen wieder lernen mit dem Herzen zu sehen. Die Zeit ist reif. Wir waren lange genug blind und taub. Nun dürfen wir sehen und hören. Mit ganz neuen Augen und ganz neuen Ohren.

Alles Liebe
Jörg

22.12.2013
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