In Worte gefasste Gedanken Mareike Wichmann

In Worte gefasste Gedanken

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Das neue unbekannte vertraute Haus

Ich stehe auf diesem Weg. Trotz Dunkelheit sehe ich am Wegesrand viele Bäume stehen, gar eine Allee, die mir den Weg weist. Und der Weg ist voller Steine, Sand und kleineren Grasbüscheln. Es ist kein ganz langer Weg, denn in einer nur geringen Entfernung zeichnet sich ein großes Haus von der Dunkelheit ab. Schritt für Schritt gehe ich diesen Weg weiter. An einem Zaun vorbei. An einer Wiese vorbei, deren Weite ich nicht einzuschätzen vermag. Sie scheint riesig zu sein. Riesig, wie das Haus, vor dem ich inzwischen stehe. Die Zeit rennt. Das Haus offenbart mir eine große Veranda, welche mich zu der Haustür führt. Doch was befindet sich hinter diese Tür? Was befindet sich in diesem Haus? Ich öffne die Tür und trete ein. Alles scheint zu verschwimmen. Nur weil ich mutig war. Nur weil ich das Haus betreten habe. Ein Haus, was mir in dieser Form noch nie in meinem Leben entgegen stand. Unbehagen und doch getrieben von der Neugier. Doch die Leere in dem Haus ist ganz deutlich spürbar. Irgendwas fehlt. Doch ich kann nicht sagen, was es ist. Ich wende mich zu meiner Linken und sehe eine kleine weiße Tür, welche einladend geöffnet ist. Ich gehe langsam hinein und sehe eine Küche. Ich habe schon viele Küchen in meinem Leben gesehen, doch diese ist einmalig. So viele kleine Lichter an der Decke, die die Küchenzeile in einem warmen Licht erstrahlen lassen. Mit vielen Details prägt sich mir diese Küche ein. Eine Besonderheit. Eine Obstschale mit kleinen vollen Orangen und noch grünen Bananen. Ein großer Kühlschrank und gleich daneben der besonders beleuchtete Herd. Auch ein kleiner Tisch mit genau zwei kleinen Stühlen weckt meine Aufmerksamkeit. Mit allem, was das Herz begehrt. Ein kleiner Zettel mit einer Nachricht drauf „Und meistens scheint auch morgens die Sonne.“ Ich wusste, was damit gemeint ist. Doch geht denn wirklich jeden Morgen die Sonne wieder auf? Vielleicht bleibt es manchmal auch dunkel. Und doch spürt man die Wärme. Die Wärme der Sonne, auch wenn sie nicht da ist. Die Wärme in diesem Raum, in diesem Haus. Ich vernehme die Wärme, nehme sie in mir auf und drehe mich wieder um. Auf einmal ist mein näheres Umfeld nicht mehr so stark verschwommen, wie ich es beim Betreten bemerkt hatte. Hat sich meine Wahrnehmung geändert oder liegt es an dem warmen, wohligen Gefühl in meiner Magengegend? Es wird vertrauter. Ich gehe den Flur entlang und entdecke viele kleine Bilder an den Wänden. Von Menschen. Doch diese Menschen bleiben verschwommen. Ich drehe mich von links nach rechts und von rechts nach links. Sie werden nicht schärfer. Es ärgert mich. Der Ärger will die Wärme vertreiben. Doch bevor das geschehen kann, erkenne ich die nächste Tür. Ich gehe auf sie zu und lege meine Hand bedächtig auf die Klinke. Sollte ich besser nicht reingehen? Sollte ich lieber wieder umkehren und das unbekannte, völlig neue und doch gleichzeitig mir auf eine besondere Art vertraute Haus verlassen? Nein, dafür fühlt sich die Wärme zu real und schön an. Ich spüre sie in meinem gesamten Körper. Ich konzentriere mich auf meine gleichmäßige Atmung und klopfe vorsichtig an die Tür. Keine Reaktion. Keine Geräusche. Ich lege meine Hand wieder auf die Klinke und wage den nächsten Schritt. Bin Mutig. Ich öffne die Tür. Ich sehe einen großen Kamin. Einen Tisch und eine Couch. Eine ausgeleierte kaputte Couch. Doch durch den Kamin dringen die ersten wärmenden Strahlen zu mir. Ich spüre sie an meinen Wangen, an meinen Armen, in mir. Mir ist auf einmal wohlig warm und doch habe ich mich noch nicht dazu entschlossen, einzutreten. Doch diese Wärme. Woher kommt sie? Ich sehe noch ein großes Bücherregal. Gefüllt mit vielen Büchern. „Da ist viel Wissen zu finden“, war mein erster Gedanke. So vieles, was mir unbekannt erscheint. Ich trete näher und traue mich, mir den Raum näher anzusehen. Ich merke, wie es immer wärmer, angenehmer, schöner wird. In mir. Ich merke eine auflodernde Flamme in mir, welche ich noch keiner Ursache zuordnen kann. Sie ist da. Doch unsicher bin ich noch immer. Was ist das für ein Haus? Warum strahlt es so viel Wärme aus? Wieso bin ich so unfassbar unsicher, während ich es begutachte? Ich gehe langsam wieder Schritt für Schritt aus dem Wohnzimmer in Richtung Flur. Der anfänglich wahrgenommene verschwommene Flur ist plötzlich viel klarer, schärfer. Doch es führt offenbar eine Treppe nach oben. Ich vermute es jedenfalls. Es sind nur die ersten Stufen zu sehen. Je stärker ich versuche, weitere Stufen zu erkennen, das obere Stockwerk zu erkennen, desto schwindeliger wird mir. Ich kann nichts sehen. Ich sehe nur den Flur, die Küche und das gerade verlassene Wohnzimmer. Ich spüre die Wärme. Das wohlige Gefühl begleitet mich, seitdem ich das Haus betreten habe, seitdem ich die Küche mit all ihrer Schönheit gesehen habe, seitdem ich das wunderschöne Wohnzimmer betreten habe. Die Wärme des Kamins spüre ich immer noch in mir. Doch drängt sich die Unsicherheit erneut an die Oberfläche. Was ist das für ein Gefühlschaos, welches dieses Haus in mir verursacht? Ich bin schon so viel herumgereist, habe das Meer, die Stadt, den Park und die verschiedensten Häuser gesehen, von innen betrachtet. Und doch hat keins dieser Häuser solch eine Unsicherheit, Begierde, Neugier und Anziehung auf mich ausgeübt, wie dieses, welches ich durch einen dummen Zufall gefunden habe. Oder hat es mich gefunden? Viele Zimmer auf der unteren Ebene erscheinen mir noch immer völlig verschwommen. Ich blinzele, versuche meine Augen zu schärfen. Vergeblich. Was für ein dummer Zufall. Nur durch einen dummen Zufall bin ich auf diesen Weg gestoßen. Er war nicht sehr schön. Er war voller Sand, voller großer Steine und voller vertrocknetem Gras. Auch Blumen konnte ich nicht sehen. Doch haben mich meine Neugier, meine Abenteuerlust und mein Zugzwang dazu geführt, diesen Weg weiterzugehen. Zu aufwendig wäre die Suche nach einem neuen Weg. Ich kann mich nicht mehr von dem Haus trennen. Ich bin wie in einem Bann, welcher das Haus ausstrahlt. Woher kommt diese Vertrautheit und gleichzeitige Unsicherheit? Dieses Haus ist so besonders, dass es mir Angst macht. Vieles bleibt verschwommen und ich kann nichts weiter erkennen. Doch muss ich wohl die Zeit voran schreiten lassen, damit ich das Haus immer näher und besser betrachten kann. Damit ich weitere Zimmer finden und bewundern kann. Doch frisst die Zeit eine Menge von mir auf. Nichts sehend, unsicher, verängstigt, gewärmt stehe ich da. Ich stehe auf der Veranda, die Haustür noch offen. Selbst hier draußen spüre ich noch diese Wärme und Geborgenheit, die von diesem Haus ausgeht. Doch was verbirgt sich hinter den anderen Türen? Wieso kann ich die obere Etage nicht erkennen? Wieso bleibt alles verschwommen? Es fühlt sich an, als müsste ich ein Puzzle vervollständigen, ohne dass ich das Motiv kenne. Viele Teile fehlen mir noch. Und doch habe ich das Gefühl, dass es sich lohnt, sich an diesem Puzzle weiterhin zu versuchen. Doch ich stehe alleine davor. Es sind meine Entscheidungen, die ich treffen muss. Es sind meine Versuche, das Puzzle zu vervollständigen, das Motiv fertigzustellen, das Haus weiter kennenzulernen, zu prüfen, die nötige Distanz zu wahren und etwas völlig neuem entgegenzutreten.

12.12.2015

Drei Jahre.

Erst der gefühlte Schmerz
Lässt mich das Leben spüren
So viele Wunden im Herz
lassen die Kehle zuschnüren

Genau heute sinds drei lange Jahre
1095 Tage ohne Dich.
All die Erinnerungen bewahren
und kein Tag ohne Denken an Dich.

In jedem Sonnenstrahl sehe ich dich
Die Sonne zeigt mir, du bist da
doch vermisse ich dich
wie's schon die letzten Jahre war.


___________________________________
22.09.2012

22.09.2015

Die Maske auf dem Nachtschrank

Dieser Text soll von einer gezielt ausgewählten Frage geprägt sein. Wann ist man in der heutigen Welt stark?

Eine Frage, über die es sich lohnt, sich länger als nur fünf Minuten Gedanken zu machen. Viele setzen heutzutage bereits unbewusst ihre tägliche Maske auf und verfolgen ihre Tätigkeiten über den gesamten Tag. Erst wenn sie abends wieder zu Bett gehen, legen sie ihre Maske auf den Nachtschrank und umhüllen sich mit der Decke, unsichtbar für die Welt da draußen vor der Tür, vor dem Haus. Ganz versteckt in ihrer Welt, wo sie ganz sie selbst sein können. Wo sie sich nicht selbst zwingen, die Maske aufzusetzen, um für andere stark zu wirken. Nach vielen vielen Jahren passiert es bereits ganz automatisch. Es wird kein Zwang mehr verspürt. Das Aufsetzen der Maske ist bereits zu einem existenziellen Teil des Lebens geworden. Die Maske hat sich über all die Jahre geformt, ebenso wie das Gesicht. Sie wachsen stetig enger zusammen, sie passen fast nahtlos zusammen. Doch wieso brauchen wir heutzutage eine Maske, um stark zu wirken? Um nicht zerbrechlich zu erscheinen? Wirke ich denn ohne Maske zerbrechlich? Das kann mir keiner sagen, denn Niemand sieht mich ohne Maske. Das kann also nicht die Lösung der Fragestellung sein. Geprägt von der Vergangenheit hat sich die Maske ganz unauffällig geformt. Negative Ergebnisse bleiben schließlich länger im Gedächtnis als die Positiven. Offensichtlich beeinflussen sie dich viel stärker, als du zu glauben versuchst. Lauthalses überspielen der eigenen Unsicherheit, der eigenen Schwäche. Doch wer sagt überhaupt, dass ich schwach und unsicher bin? Die Mitmenschen? - wohl eher ich selbst. Die Degradierung der eigenen Person, Stärken und Eigenschaften stellen das größte Problem dar. Wünsche gehen nicht in Erfüllung. Ziele die so nahe gekommen sind, verschwimmen wieder mit den Wellen im Ozean der Träume. Die Hoffnung verebbt und die Träume scheinen unerreichbar, als könnten sie sich nie wieder zu Zielen verwandeln. Doch der Verlust dieser Ziele ist niederschmetternd. Was ist zutun? Auch mit Schwimmflügeln ist der Ozean nur schwer zu durchschwimmen. Viele Hindernisse lassen zögern, bis man schlussendlich zu der Einsicht gelangt, es sei besser die Ziele abzuschreiben. Damit zu leben. Die Maske bekommt eine neue Schicht, neue Farben und Formen, bis die Stärke wieder erkennbar wird. Bis glaubwürdig vermittelt werden kann, dass man dem Ziel keine große Bedeutung mehr beimisst. Wieso auch, war ja schließlich nicht gravierend. Der Eindruck wird vermittelt, dass der nächste Traum, das nächste Ziel zurecht gebastelt werden kann. Am Ozean würde die Umorientierung nicht schwerfallen, es sieht doch alles gleich blau aus, wenn die Sonne ihr Licht darauffallen lässt. Diese neue Ebene der Maske offenbart Stärke. Kleinkriegen? Niemals. Doch was geschieht abends, wenn die Maske ihren allabendllichen Platz auf dem Nachtschränkchen einnimmt? Wut, Traurigkeit und Fragen über Fragen verhindern das Einschlafen und begleiten die Nacht.

Irgendetwas läuft doch falsch. Und noch einmal die Frage, wann ist man in der heutigen Welt stark? Nur weil Jeder eine Maske trägt? Niemand achtet auf Feinheiten, Veränderungen und Wünsche, denn Jedermann scheint in der eigenen Welt leben und die Augen vor allem Anderen verschließen zu wollen. Auch dadurch erweckt man den Eindruck, stark zu sein. Niemand anderen zu brauchen.. Doch soll es das gewesen sein? Jeder sieht nur sich und seine eigene Welt? Offenbar. Doch dann bräuchte man doch eigentlich keine Maske mehr. Man könne auftreten, wie man im Grunde, tief im Innern ist. Man müsse nicht mehr auf Teufel komm raus stark wirken - auf Alles und Jeden. Jeder würde sich nur um sich kümmern und Niemand anderen beurteilen.

17.03.2015

Kinderträume

Kinder. Sie leben in ihrer ganz eigenen Welt voller Farben, Lieder, Träume und Wünsche. Wie die berufliche Laufbahn in ihrer Phantasie aussieht. Ja, auch davon sprechen sie. Ob Feuerwehrmann, Prinzessin, Polizist, Austronaut, Fußballer, Tänzerin oder andere spektakuläre Bereiche wollen sie kennenlernen. Irgendwann im Laufe ihres Dasein machen sie Erfahrungen; voller Gefühl, voller Ehrlichkeit und voller Träume wollen sie weiterkommen. Die Eltern stolz machen und auch ihre eigenen Wünsche erfüllen. Etwas ausprobieren. Freunde finden, ihren eigenen Weg gehen. Die Schule stellt dabei nur ein beiläufiges Anhängsel des Erwachsenwerdens dar. Sie gehen mit großen Schritten voran und wollen am liebsten sofort erwachsen sein und ihre eigenen Wege gehen. Doch wenn es dann schließlich soweit gekommen ist; Sie meinen groß zu sein und nun endlich gehen zu können, sind es denn dann immer noch dieselben Träume, die sie in ihrer Kindheit hatten? Was sagst du dazu? Als du erwachsen geworden bist, waren es deine Träume aus der Kindheit, die du dir erfüllen wolltest? Welche Wünsche hast du genau jetzt? Hast du neue, andere Wünsche? Welche neuen Ziele hast du dir gesetzt?

Kinder werden groß. Von alleine. Ohne das Zutun irgendeines Menschen.
- Falsch.

Sie stehen stets unter dem Einfluss ihrer Umwelt. Ihrer Bezugpersonen, den Personen, die sie lieben und von denen sie geliebt werden. Freunde und Familie. Niemand wird "einfach so" groß. Jeder findet seinen Weg. Doch was ist, wenn es nicht der Richtige ist? Angefangenes sollte stets zuende gebracht werden. Kann man genauso wenig "einfach so" die Richtung wechseln, wie man nicht "einfach" so groß wird? Dazwischen liegen Ebenen, die nicht jedem offenbart werden. Die Familie ist ein Fixpunkt im jeweiligen Dasein und doch können darüber hinaus Umwelt und Weg stets neu gewählt werden. Es sind nur Entscheidungen notwendig. Aktiv getrofffene Gedanken und die daraus resultierenden Handlungen.

Wenn etwas nicht richtig ist, sollte es verändert werden. Oder?
Wenn etwas nicht das Richtige ist, lass es hinter dir und suche dir das, was das Richtige ist. Oder?
Gibt es überhaupt richtig und falsch und das Richtige? Ich habe leider keine Antwort darauf. Hast du eine?

Wenn ich an einem Punkt stehe, an dem ich nicht glücklich bin, sollte ich was dagegen tun. Oder?
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Die Kinder machen es von ganz alleine. Sie haben ihre kindlichen Fühler dafür. Sie können sich an kleinen Dingen des Lebens erfreuen und lachen. Sie lachen einfach los. Laut. Sie sind naiv und sehen die Welt durch ihre kindlichen, alles vereinfachenden Augen. Sind glücklich. Einfach so. Sie kennen eine Welt, die leider bei den Erwachsenen in den meisten Fällen verloren gegangen ist. Und doch sollte jeder für sich entscheiden; ein jeder sein eigenes Glückes Schmied sein.

Trotzallem kommt die Frage auf, wie ein lang gehegter Traum endlich in Erfüllung gehen, im ersten Moment glücklich machen und anschließend so eine Leere im Körper, im Geist hinterlassen kann? Kann es sein, dass das, was ich mir seit Jahren gewünscht habe nicht das ist, was ich JETZT will? Oder dürfen sich meine Wünsche, Träume und Sensüchte nicht verändern? Müssen Sie in der gesamten Zeit meines Dasein gleichbleiben?

09.10.2014

Der Moment für die Brücke

Dieser eine Moment. Jeder wünscht sich irgendwann in seinem Leben, dass ein Moment niemals enden mag. Doch leider vergehen Momente und Eindrücke immer viel zu schnell. Sie sind zum Zeitpunkt des Geschehens unfassbar scharf und real. Dinge passieren. Sie sind real. Doch dann beginnen die Ränder zu verschwimmen, unscharf zu werden. Warum? An einem Abend kann sich alles ändern, was man sich bisher vorgestellt hat. Ein neuer Weg zeichnet sich ab. Ein Moment, der niemals in Vergessenheit geraten wird. Es schwingt ein leichtes Gefühlschaos mit. Fragen über Fragen und doch keine Antworten. Die Vergangenheit ist stets im Herzen zu finden. Sie schwingt stets mit. Ist alles beim Alten? Nein. Es gab bereits eine schwerwiegende Veränderung. gezwungenermaßen. Es war nur schwer, es zu verarbeiten. Die Veränderung geschehen zu lassen. Es zu akzeptieren, wie die Zukunft Gegenwart und schließlich Vergangenheit wird und nichts mehr als eine Erinnerung ist und Narben hinterlässt. Werden diese Narben verblassen? Ja und Nein gleichermaßen. Im alltäglichen Leben bekommt diese Veränderung keinen Raum mehr. Ganz natürlich ist nun der Alltag, auch wenn etwas fehlt. Die Erinnerung wird Tag für Tag immer unschärfer, doch die Narben sind und bleiben so empfindlich wie eh und je. Hart zu sich selbst zu sein begünstigt jeden Schritt nach vorn. Doch die Angst vor neuen Narben bleibt für ewig bestehen. Oder?

Da war dieser Moment im Leben, der doch niemals verblassen soll. Die Zukunft kommt immer näher. Chaos überall. Die Narben schmerzen. Doch der Moment saugt einen großen Teil davon auf. Die Angst bleibt. Die Angst, es können wieder Narben entstehen. Neue Narben. Narben, die vielleicht nicht mehr verarbeitet werden können. Die Angst, der Zukunft mit offenen Armen entgegen zu blicken und von einer Brücke zu stürzen. Die Brücke Tag für Tag aufgebaut. Doch was ist, wenn die Brücke nur von einer Seite stabil gebaut wurde, mit dem Ziel heile auf die andere Seite zu gelangen? Angestoßen durch diesen einen Moment. Was ist, wenn die Brücke auf der anderen Seite nur an dünnen Binfaden hängt? Sie ganz leicht reißen kann? Was ist, wenn der Moment nicht stark genug gewesen ist? War er nicht stark und eindrucksvoll genug? Reißt die Brücke möglicherweise?

Kannst du mir Antworten darauf geben?

07.10.2014

Zwischen Himmel und Hölle

Wer sind diese Menschen, deren Dasein sich zwischen Himmel und Hölle abspielt? Sie nennen es Erde, Welt oder Grüner Planet. Die Menschen, es gibt viele Arten und doch sind sie alle gleich. Du bist wie ich und ich wie du, richtig? Doch wenn man sich fragt, was unser Dasein prägt, steht man vor einer berechtigten Frage. Was genau beeinflusst eigentlich einen Menschen? Wie wird das Dasein beeinflusst? Durch den Ort wo ich lebe? Durch das was sich zwischen Himmel und Hölle abspielt? Durch den Ort wo du lebst? Durch die Art zu leben? Diese Fragereihen könnte ich nun beliebig weiterführen. Die Existenz und die Art zu leben wird von vielerlei Dingen gleichermaßen geprägt und beeinflusst. Schon bei der Geburt ist ein Weg vorgezeichnet. Die Familie ist nicht variabel. Sie ist ein vorgezeichnetes Konstrukt, welches mich bereits vor meiner Geburt in sich aufgenommen, gar verschlungen hat. Das Konstrukt kann bei den unterschiedlichsten Menschen ganz verschieden sein und doch lernt jeder damit zu leben - oder scheitert bitterlich. In meinem Fall war es nicht einfach, doch gab es Etwas zwischen Himmel und Hölle. Etwas Abstraktes und Unsichtbares, dass selbst in den größten Streitmomenten spürbar - ja fast greifbar war. Ich könnte es als Zusammenhalt, Vertrauen und gegenseitige immer währende Verantwortung einander gegenüber und Liebe nennen. Bedingungslose Liebe. Wir sind so wie wir sind. Noch vor der Geburt. Viele Menschen lernt man während des unbestimmt langen Daseins kennen, lieben und vermissen. Du gleichermaßen wie ich - oder? Wie ist deine Geschichte? Wie war dein Weg von deiner Geburt bis zum heutigen Tag? Wann denkst du an deine Vergangenheit? Ist dein vergangens Leben schön gewesen? Was hast du erlebt? Wen hast du kennengelernt? Hattest du eine schöne Kindheit? Wen musstest du bereits gehen lassen? War es richtig?
Es passieren unfassbare Dinge, die vorbestimmt sind. Magst du mir glauben? Ich will mir manchmal nicht mal selber glauben. Denn zwischen Himmel und Hölle geschehen Dinge, die möchte man nich geschehen lassen. Doch kannst du sie ändern? Vieles musste ich geschehen lassen, ob wohl ich inständig gehofft habe, sie würden nicht mal in einer endlosen Nacht gefangen in der Traumwelt passieren. Ist unser Dasein von solchen Dingen geprägt? Dieses Dasein, welches unbeeinflussbar erscheint? Dein Weg scheint vorgezeichnet. Doch wenn du nur früh genug anfängst schöne Dinge zu träumen, kannst du es dann ändern? Kannst du deinen vorgezeichneten Weg verlassen und alles anders machen? Willst du es denn ändern? Ich wollte es und habe es geschafft. Ich habe akzeptiert, dass manche Dinge so kommen wie sie kommen. Dass mein Dasein stets von unveränderlichen undvermeidbaren Dingen geprägt ist und solange es währt, auch immer davon geprägt sein wird. Kannst du es auch akzeptieren? Verstehst du? Du musst manchmal loslassen, damit du nicht auch in eine tiefe Dunkelheit gezogen wirst. Damit du wieder aufatmen kannst. Es ist egal an welchen Orten du lebst. Du wirst es verstehen. Und es wird wehtun. Vielleicht hat es dir auch bereits innerliche Schmerzen bereitet? Doch wenn du nur fest an deine Träume glaubst, kannst du jeden Berg erklimmen. Manchmal sind die Steine und die Felsen scharfkantig oder locker. Denke daran, bedächtig hochzuklettern, vorwärts zugehen. Wage einen Schritt nach dem Nächsten. Riskiere etwas. Doch denke stets daran, Pausen einzulegen und weise auch eine angebotene Hilfe nicht zurück. Es gibt Menschen, die mit dir gehen, dich sichern und dir Halt geben. Doch achte stets auf das Vertrauen und die Verantwortung, welche du diesem Menschen gegenüber hast. Handle bedächtig und du wirst deinen Weg finden. Wäge das Risiko und den Gewinn ab, bevor du handelst und denke stets daran, dass es noch andere Menschen mit anderen Wegen neben dir gibt. Was sie antreibt. Lass dich nicht von ihrem Strom mitreißen. Niemals vergessen solltest du deine Geschichte. Deine Vergangenheit und das Zwischenmenschliche, nicht greifbare zu den Menschen, die dich schon vor deiner Geburt bedingungslos geliebt haben - bevor sie dich überhaupt kannten. Kannst du daran denken? Wirst du diese Worte immer in dir tragen? Denke immer wieder über das Dasein nach. Es wird dir guttun. Auch wenn es in manchen Situation eine Leere in dir hervorrufen oder dich freudig durch die Welt gleiten lässt. Denke stets daran. Die Existenz der Menschen in deiner Nähe währt niemals ewig. Ich denke jeden Tag daran. Ich lasse es zu und bin traurig, wenn ich traurig sein will. Ich bin glücklich, wenn ich einen Moment voller Glück und Liebe spüren durfte. Ich bin froh über jeden Moment, den ich mit den Menschen, die ich liebe und schätze, verbringen kann. Ich bin umso trauriger, wenn ich sie nicht sehen kann. Das Dasein eines Jeden zwischen Himmel und Hölle kann in jeder Sekunde vorüberziehen. Darum denke über das Konstrukt nach, in das du hineingeboren wurdest. Denke an die Menschen, die dir helfen, einen Berg zu erklimmen, die dir Sicherheit geben, die dir Liebe geben, die mit dir traurig sind. Halte sie stets in Ehren. Denn im Grunde sind wir doch alle gleich und haben alle dasselbe Ziel: Unser Dasein zwischen Himmel und Hölle mit Leben zu füllen, oder?

29.09.2014

Träume.

Jetzt? Ich sitze hier und träume.
Es braucht Geduld - wie die Bäume.

Bald? Ich sitze hier mit dir.
Es braucht doch Zeit - das WIR.

Jetzt? Du bist soweit von mir entfernt.
Die Gefühle leben sei gelernt.

Bald? Du bist endlich mir so nah.
Denn manchmal werden Träume wahr.

24.09.2014

Tag für Tag.

Der Wecker klingelt sich immer wieder heiser,
endlich aufgewacht, total zerknirscht und aufgestanden.
Was zieh ich an, wie spät ist es, wo ist das Frühstück?
Brot geschmiert und die Zähne nebenbei geputzt,
gehts schon los, die Jacke an und Türe auf.
Ist nun auch abgeschlossen?
Türe kontrolliert und die Uhr nochmal gesichtet.
Ohje es ist schon spät nun los ins kalte Auto.
Motor an und ausgeparkt, losgehts.
Oh nein, dieser Verkehr.
Auto hinter Auto und die Fahrräder kreuz und quer.
Ewig lange Ampelschaltungen und nun auch noch der Regen.
Gedacht "Schlimmer kann es doch nicht werden"
Doch das Parkhaus ist voll und die Zeit
sie zieht von dannen ohne Rücksicht auf die Opfer.
Eingeparkt und losgelaufen, eingestempelt
Erster Kaffee. Endlich!
Doch zieht die Zeit nur elendig und quälend weiter.
Die Zeiger der Uhr bewegen sich nur langsam.
Doch dann steht endlich Mittag auf dem Plan,
die Suppe aufgegossen, das Brot daneben.
Anschließend wieder ein schwarzes Heißgetränk
auf dass der eindrucksvolle langatmige Tag
nun endlich mal vorüberziehen mag.
Als ob es klingelt wie der Gong der Schule,
Sachen gepackt und ab dafür.
Sehnsüchtig wartet das Auto im Parkhaus.
Motor angemacht, Musik voll aufgedreht und ab gehts.
Der elendige Verkehr. Oh nein, nicht schon wieder.
Wieso denn immer zu dieser Zeit?
Nach tausenden von Ampeln
der Parkplatz endlich in Sicht,
geparkt, abgeschlossen, in die eigenen vier Wände hinein
Und nun?
Essen gekocht. Musik auf die Ohren gelegt
Und dann?
Der Verstand spielt wieder Streiche,
die Gedanken kreisen...
so viele Dinge noch zutun, doch leider is es nun zu spät.
Die Gedanken schweifen lassen,...
an Dinge die weit in der Vergangenheit liegen,
Was war? Was ist? Wie wird es bloß?
Wie geht es weiter?
Soll alles so bleiben? Kann alles so bleiben?
Wird irgendwann alles gut?
Gedanken vertrieben, Sport gemacht.
Oh wie schön doch eine heiße Dusche ist.
Ins Bett gelegt und ferngesehen.
Die Geräuschkulisse verdrängt Gedanken,
einschlafen.

22.09.2014

Erinnerungen.

Erinnerungen von einem Tag.
Erinnerungen machen uns stark.
Im Herzen sollst du sie immer bewahren
Erinnerungen aus vielen Jahren.

Erinnerungen von deinem Leben
Was kann es noch Schöneres geben?!
Erinnerungen werden dich das ganze Leben begleiten
Und dir auf ewig Freud und Leid bereiten

Erinnerungen, sie treiben dein Leben voran
Irgendwann wird es enden
So wie es damals begann.

22.09.2014

Zwei Jahre

Zwei lange Jahre
Sind inzwischen schon verzogen,
Dass ich mich nicht zu fragen wage
Was du da machst, dort oben.

In so vielen Momenten
Wünschte ich, du wärst noch hier.
An so vielen Tagen
Wünschte ich, du wärst bei mir.

Manchmal wenn die Sonne scheint
Glaube ich fest, dass du es bist
Und wenn der Himmel auch mal weint
Denke ich, dass DU uns nicht vergisst.


*22.09.2012*

22.09.2014

Matt der müden Augen Glanz

Warum sehnt man sich so nach der "guten alten Zeit"??

Endlich wieder alles normal,
einfach...
und so wie es einem gefällt?
So wie es früher war,
Kind sein,
einfach das machen wozu man Lust hat,
wieder Kind sein
und glücklich das Leben genießen
- so einfach wie es damals war.

Die damals scheinbar unüberwindbaren Probleme erscheinen heute als Kinderkram.
Heute sieht man vieles anders!
Viele andere Dinge rücken ins Zentrum...
...und trotzdem sehnt man sich nach so vielen Dingen zurück,
weil man weiß wie schön es war....
...Wie leicht und einfach....

... Jetzt lebt man doch nur noch dafür Allen und Allem gerecht zu werden
und hat zu hohe Ansprüche an sich selbst.
Aber was ist, wenn man seinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann???
was dann???
Einfach alles hinschmeißen und im Meer wie Treibgut herumschwimmen?
Die Augen geschlossen,
die Ohren zu....
einfach nur herumtreiben und nichts mehr
sehen,
hören,
fühlen,
tun
und vor allem DENKEN!!!

Nichts tun....
spüren, wie der Druck abfällt....
es hat sich angefühlt wie eine Last,
eine Last die man jahrelang mit sich rumgeschleppt hat!
Sie würde einfach von einem abfallen...
.... einfach in die Tiefe des Meeres.
Sie wäre nicht mehr da,...
...würde vollkommen verschwinden...

Die Art der Last hat sich im Laufe der Jahre verändert,
ist wie ein Paket,
wie ein Rucksack geworden,
Jahr für Jahr lösten sich Teile daraus
und
trotzdem kam dreifach so viel hinzu.
Doch aufgeben stand nie zur Debatte,
ja viele Zweifel,
aber aufgeben!?

Niemals....
.......oder doch?
Immer war man zweites Rückgrat für jeden - egal was war...
...Was ist, wenn dieses Rückgrat jetzt endgültig kaputt zu brechen droht?
Einem alles zu viel wird,
man nicht mehr ein noch aus weiß
und alles schief läuft was schief laufen kann?!
Das Paket, der Rucksack einem zu schwer wird?

Einschlafen mit den Gedanken welche Aufgaben am nächsten Tag erledigt werden müssen...
... aufwachen mit der Frage im Kopf: "Wie schaff ich das alles?"
Alles erscheint schwer und unüberwindbar,
ein riesen großer Berg den es zu erklimmen gilt;
... es gibt nur keinen vorgefertigten Weg...
der Weg muss erst selbst geebnet werden.

Doch immer wenn man denkt,
es geht gar nichts mehr,
einem alles zu viel wird,
man kaputt zu gehen droht
man einst geliebte Personen unendlich stark vermisst,
man weiß, dass es nie mehr so wie früher wird
.....und der Berg mit allen Problemen zu hoch ist,......
............. dann kommt irgendwer in dein Leben,
der dich gleich 100 Meter höher auf den Berg hebt und hilft,....
hilft, den Weg zu ebnen...
... und das Rückgrat stärkt.
Es braucht Zeit, aber das was vor dem Berg lag,
Vergangenes,
mühevoll und unter Schmerzen Zurückgelassenes,
alles kann nach und nach verarbeitet werden,
stellt kein Bestandteil des Lebens mehr da
oder man lernt damit zu leben,
damit umzugehen,
es hinzunehmen;

... man ist gewillt
- mit der Stütze im Rücken -
alles abzuschließen,
um nicht endgültig daran zu zerbrechen..............

Alleine wäre dies nämlich niemals möglich,....

08.04.2014

Zwei Stimmen.

Eine Stimm‘ - sie ging vor langer Zeit
Blieb sie trotz allem in den Herzen
Die andere Stimme bei uns bleibt
Die Trennung brachte große Schmerzen.

Die zwei Stimmen gehörten zusamm‘
So wie es in all den Jahren war
Sie waren doch immer beisammen
Waren immer ein glückliches Paar

Zehn lange Jahre war‘n sie entzweit
Einsam die eine Stimme in der Zeit
Jetzt sind sie zusamm‘ in ihrer Welt
Niemand kann es ändern, auch kein Geld

- Auf der Erde nun zwei Plätze leer. -

05.01.2014

Ein Jahr.

Die Momente in all der Zeit,
Mit dir sie war‘n so wunderbar.
Nun kommt es nimmermehr so weit,
Auf Erden bist du nicht mehr da.

Das graue Kleid in uns’rer Welt
Wo ist die Farb‘ seit einem Jahr?
Es ändert nichts, kein Wunsch, kein Geld
Es wird nicht mehr, wie’s früher war.

Der graue Schleier ruht‘ nun hier,
An jedem Tag im letzten Jahr.
So oft. Wir wär’n so gern bei dir,
So wie es früher einmal war.

________________________________________
22.09.2012

05.01.2014

Menschen.

Frei.
Sie sind Frei wenn sie wollen.
Sie sind Frei wenn sie können.
Gefangen.
Sie sind Gefangen durch ihre Seele.
Sie sind Gefangen durch ihre Handlungen.
Sie sind Gefangen durch ihren Charakter.
Charakter.
Den haben nur die Starken.
Sie wurden gestärkt durch Erfahrungen.
Sie wurden gestärkt durch Fehler.
Sie wurden gestärkt durch Tiefschläge und Erfolge gleichermaßen.


Es gibt eine Art von Menschen.
Diese, die voller Inhaltlosigkeit handeln und reden.
Kein wahrnehmbares, erkennbares altruistisches Verhalten.
Stattdessen getrieben von Egoismus.
Überheblichkeit.
Arroganz.
Sie handeln, reden unbedacht und völlig achtlos.
Achtlos in Anbetracht der Andersartigkeit.
Haben Vorurteile.
Sind Abgeneigt den Andersartigen.
Sind Oberflächlich, ganz ohne Willen sich zu öffnen.
Ohne Bereitschaft.

Es gibt noch weitere Arten des Menschen.
Jene, die der Bestätigung unterwürfig sind.
Sie wurden gestärkt durch Bestätigung.
Bestätigung von Falschheit.
Oder von vorgespielten Gefühle.
Sie können es gut.
Gefühle vorspielen.
Zu gut.
Sie sind Meister im Täuschen.
Sie Täuschen sich selbst.
Sie Täuschen die tiefgehendsten Gedanken.
Sie Täuschen die gefühlvollsten Menschen.
Sind Selten zu durchschauen.
Voll von Lügen.
Voll von Schmerz.
Auf der Suche nach Schutz.
Distanz - der Ausweg.
Oder stetiger Meinungswechsel.
Gefolgt von Unverständnis.
Zu guter Letzt Unsicherheit.
Wenn der Verlust ihrer Maske droht.
Offensichtlichkeit.
Es droht die Durchschaubarkeit.
Entstehung von Unsicherheit.
Rettung ihrer selbst.
Nicht mehr möglich.
Totes Leben.
Distanz.


Und noch eine weitere Art von Menschen.
Solche, die geprägt sind.
Sie sind geprägt von Altruismus.
Sie sind geprägt von Liebe.
Sie sind geprägt von Freundschaft.
Sie sind geprägt von Erfahrungen.
Sind sind diese, die alles aufgeben würden.
Für ihre Träume.
Entgegen der Realität.
Die Realität bereitet nur Schmerz
Es gibt solche, die gestärkt sind.
Sie sind gestärkt von Tiefschlägen.
Sie sind gestärkt von Erfolgen.
Sie sind gestärkt von Fehlern.
Sie sind gestärkt von Chancen.
Machten die Erfahrung des Lebens.
Sind geprägt und gestärkt durch das Leben.
Sie sind geprägt Durch Veränderungen.
Mutig genug.
Charakterbildung.

Eigener Wille.
Eigenes Leben.
Eigene Entscheidungen.

19.12.2013

Das Kind.

Es ist unglaublich, was die Zeit mit deiner Person anstellen kann.

Der Kindergarten war aufregend, doch kaum jemand kann sich an diese Zeit erinnern. Die nachfolgende Einschulung war nur halb so schlimm, da sich alle schon kannten - man hat sich eben schon im Kindergarten kennen gelernt.
Gezanke war vorprogrammiert und trotzdem wurde wieder zusammen gespielt... Man hat seine "Kindergartenliebe" gefunden, wie alle immer so schön zu sagen pflegen und bei den meisten ging sie leider nach der Einschulung verloren. Doch mit der Einschulung begann ein noch viel größeres Abenteuer, nämlich die Schulzeit, mit allen positiven und negativen Erfahrungen.
Jedes Jahr hat man sich in den Sommerferien gedacht "Dieses Schuljahr hab ich geschafft; wie wird wohl das nächste Jahr?" und dann hat das neue Schuljahr begonnen, man hat "Arbeiten" bzw. "Tests" und nachher nur noch sogenannte "Klausuren" geschrieben, gespielt, viel gelernt und es erschien einem alles unendlich lang, bis man wieder in den nachfolgenden Sommerferien, mit einem doch ganz ordentlichen Zeugnis zu Hause saß und den Sommer mit Freunden genossen hat. In dieser Zeit war der große Bruder eben der GROßE BRUDER; eben jemand, mit dem man immer zusammen sein wollte, weil es einfach cool war, einen großen Bruder zu haben, der einem sogar coole Computerspiele gezeigt und mit einem Fußball gespielt hat.
Der Papa war der Größte und man konnte sich nichts anderes vorstellen, als bei Papa auf dem Schoß zu sitzen oder ihn mit Mama von der Arbeit abzuholen.
Die längsten Abschiede währten grade mal einen Tag und dann sah man sich wieder und die größten Probleme waren, dass das Lieblingskuscheltier verschwunden war, man zu früh ins Bett musste oder ein Gewitter am Abend aufzog.
Alles entwickelte sich so, wie es sich entwickeln sollte, bis man heute am Schreibtisch sitzt und sein Abitur vorbereitet.
All deine Sorgen von früher, dass Papa für einen ganzen Tag arbeiten muss oder der große Bruder mal keine Zeit hat sind wie ausgelöscht. Sie sind vollkommen unwichtig geworden, da man ihnen keine große Aufmerksamkeit mehr schenkt. Man hat verstanden, dass es andere wichtigere Dinge im Leben gibt. Denn das eigene Leben hat sich im Laufe der Zeit so entwickelt, dass kaum Zeit für Dinge von früher bleibt bzw. andere Dinge wichtiger geworden sind. Die Schule und die weitere Laufbahn rücken ins Zentrum des Lebens. Zu vielen früheren Freunden hat man meist keinen Kontakt mehr und neue Freunde bereichern das jetzige Leben. Freundschaft bekommt einen viel höheren Stellenwert und auch die Liebe schleicht sich plötzlich in das Leben ein. Man weiß nichts mehr und ist nur noch verzaubert und glücklich. Es nimmt ein anderer Mann die Position ein, die früher dem Papa gehört hat, ohne den Vater zu verdrängen. Man hat Jemanden, bei dem man sich sicher und geborgen fühlen kann, mit dem alles einfach nur wunderschön und leicht ist.
All diese Jahre verändern deine Person und das Umfeld so stark, dass du dir manchmal wünschst, du wärst wieder ein Kind.
Als Kind konntest du gar nicht schnell genug erwachsen und unabhängig werden, doch jetzt, wo es soweit ist, wünschst du dir die Einfachheit des Kindes, das du mal warst zurück.
(2011)

19.12.2013

Über mich

Ich bin...
klein, selbstbewusst, ehrgeizig, ehrlich, treu, humorvoll, hilfsbereit, loyal, auch gern mal nervig, manchmal emotionsflexibel (=zickig) & oft verbal überlegen (=frech), etwas tollpatschig, verträumt, oft sehr verpeilt, verrückt, eine Marke für sich, neugierig, gradlinig, verlässlich, nicht klein zu kriegen & optimistisch, zielorientiert, voller Gefühle und hoffnungslos der Romantik verfallen, poetisch veranlagt, spontan & unternehmenslustig, abenteuerfreudig & doch manchmal von Angst zurückgehalten.
Ich habe immer ein offenes Ohr & versuche stets ein guter Ratgeber zu sein.
Und Ohne Musik und das Schreiben kann ich nicht mehr leben; Denn damit verarbeite ich meine Gefühle, Gedanken und alles was mich beschäftigt.

16.12.2013
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