Frei das Wort! Frei der Gedanke! Peter Wohlrab

Frei das Wort! Frei der Gedanke!

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Ein Satz

Mit einem Satz,
kann alles beginnen und enden.
Mit einem Satz Entfernungen überbrücken
und in die Tiefe stürtzen.

Seinen nächsten Absatz rechtfertigen
oder hinter sich lassen.

Mit den Gedanken auf luftleeren Raum
oder gefestigte Balken treten.

Ein Satz,
ein Fall
im Satzbau vergessen.

03.06.2016

Einmal wie du willst?

Im Reich der Träume
reich beschenkt mit Wissen, Unwissen und Energydrinks.
Im Kopf zu voll,
der Basar ist eröffnet,
Angebote kund getan
die Passanten gehen vorbei
unsympatisch.

Lass lieber deinen eigenen Kopf wählen.
Deine Gedanken nicht zur Schau gestellt
mehr in den Vordergrund gerückt.
Damit dein Schaffen
dir entspringt
und nicht von den Geistern
die du riefst.
Die flüstern tonlos in dein Ohr.
Sagen viel, aber schweigen ewig.
Halten wenig, aber versprechen viel.

Sei kein Dummkopf und mach dir klar,
deine Träume, deine Gedanken,
entspringen dir.
Deinem Geiste, deiner Person.
Die Kreativität aus deinem Schos entsprungen.

Sei kein Narr,
behalt die Augen offen,
für das was dein Geist dir sagt,
hör nicht auf Händler.
Sei kein Stoßgebet,
das man hinvort schickt.

Lebe einmal,
wie du es willst.
Beim zweiten mal......

05.02.2016

Die Spule wird wieder aufgerollt

Der Vorhang ist gefallen und es gibt Applaus für das vergangene Jahr und gleichzeitig für das kommende. Wir vergiesen Tränen, lachen viel zu laut und leben unser Leben in zu lang andauernden Kaffeepausen. Wir sind einmal zu oft nicht aufgestanden, haben lieber in unseren Gedanken gelegen und doch keinen Kopf gemacht, weil unser Leben zufrieden stellend ist. Wir haben es uns langsam abgewöhnt Fernseher zu schauen, weil ja nur Blödsinn dort läuft, stattdessen schauen wir lieber Videos im Internet, gerade so kurz, dass man gleich wieder schlafen gehen kann. Wir spulen auch lieber vor, anstatt mal laufen zu lassen, glauben wir würden es verstehen, können aber unsere Augen nicht vom Flimmern lassen.
Und die Spulen laufen in unseren Köpfen. Erinnerungen im hintersten Eck liegen gelassen, weil wir sie ausversehen übersehen haben.

Stattdessen laufen die Spulen in unseren Köpfen weiter, wir sehen was wir wollen und denken, wir leben lieber später. Bleibt ja noch Zeit, ein Leben lang. So viele Selfies und Posts wie man in einer Filmvorführung machen kann, weil es ist ja noch Zeit.
Sind ja Kaffeepausen
und unsere Spulen rattern weiter, kommen aus dem Takt, eine Schraube ist locker
wir haben uns mal wieder verzockt mit unseren Karten.
Die Spule springt aus der Halterung und liegt am Boden, keine Übersicht mehr, aber direkt darin verfangen.

Die Spule wird wieder aufgerollt.

01.01.2016

Zu nah oder zu fern

Zwischen Fernweh und Bodenangst.
Eine schwere Wahl, die man nicht treffen will oder kann.
Man steht zwichen den Stühlen
ängstlich, eingeschüchtert ohne sicheren Stand.

Da, die Bodenhaftung fehlt,
der Kopf aber nicht zu weit nach oben geht,
um sich am Himmel anzustoßen.

Man fürchtet sich vorm Boden,
aber auch vor zu weit oben.
Alles zu nah oder zu fern.
Was soll nur bleiben,
etwa Zeit?
Davon haben wir gefühlt genug,
trotzdem vegeht sie im Flug, ganz heimlich
Jahreszeiten stetig.

Zwischen Fernweh und Bodenangst
In der Schwebe schweben
Gedanken eingeängt
an unsere Schädelplatte kleben
und doch nicht sehen können.

Alles zu nah oder zu fern.

12.11.2015

Kein Thema

Schreibe, denkt mein Kopf.
Schreibe, denkt mein Kopf.
Schreibe, denkt mein Kopf.

Doch es wird einfach nichts.
Kein großer, aufbrausender lebensbejahender Gesang
oder melancholisch veranlagter Gedankenspaziergang.

Nein, nicht mal das einfache sinieren über Unmenschlichkeiten
oder katastrophalen Zuständen
in den Ich-schalte-mal-lieber-auf-ein-anderes-Programm-Ländern.

Stattdessen denkt sich mein Kopf.
Schreibe!
Schreibe!
Schreibe!

Und ich kriege kein einheitliches Thema gefasst,
weil es zu viele Themen gibt zu denen man Texte verfasst
oder verfassen kann.
Viel zu viel auf einmal wollen.
Die Themen hängen überreif an zu hoch gewachsenen Textbäumen,
und man nimmt zu viel auf einmal.

Dann ist es mehr eine Qual,
als eine wahl,
weil es einem dann bei mänchen Themen doch an Reife fehlt.

Weil man sie nicht komplett in ihrer Komplexizität versteht.
Weil man mit solchen Vorraussetzungen das Texte schreiben verfehlt.

Daher schreib, schreib, schreib.
Dir bleibt keine Zeit.

08.11.2015

Ziegen sind gleich Schweine

Sie liegen wie Ziegen auf den Liegen und quiecken doch wie Schweine.
Empören sich über die ach so grausame Gemeinde zu der sie selbst dazu gehören.
Natürlich nur äußerlich gesehen, von den lästernden Nachbaren erspäht.
Das braucht sselbstverständlich eine Nicht-mit-dem-Strom-schwimm-Diät.
Wir wollen ja nicht wie die anderen sein, baden in unserem eigenen Rhein aus Schein und Überzeugung. Sie ja doch anders als die anderen.
Daher frag ich mich, wo wird uns dieses Denken eines Tages hinführen.

23.08.2015

Dämmerlieder

Ich liege im Bett,
die wärme drückt.
Denke nach über
stumpfe Sinnlosigkeiten.

Mein Wecker klingelt
die Musik lärmt
ich will nicht aufstehen.

Die ersten Vögel
singen ihre ersten Dämmerlieder
vor dem Fenster.

Frühling, du bist da
das Jahr beginnt von Neuem
die Sonne strahlt
kühl.

Die Felder wiegen leicht
im stillen Wind
Ich will nicht aufstehen.

19.04.2015

Nicht für dich, nur für mich

Leist du mir kurz ein Ohr,
dass du dich aber nicht verhörst,
alter Mann.
Bitte sei so gütig
lass dich darauf ein.

Ich weis es ist schwer,
jemanden fremden sein Ohr zu leihen,
doch bei mir wirst du wohl
ein Ausnahme machen können.

Mir deiner Vergangenheit,
dem kleinen Jungen,
dem alles noch so unendlich weit erscheint.
Grenzenlos,
der Sonnenaufgang liegt im Schoss des Abends
behütet und warm.

Daher lausche meinen Worten,
sie sind, für dich, nicht mehr von Belang,
nur für mich.

Bitte leih mir dein Ohr.
Mir, dem kleinen Jungen
der du einst warst.
Aber verhör dich nicht,
mit einem halben paar Ohren
hört es sich ja für gewöhnlich schlecht.

Sei dir klar,
diese Worte:
"Bitte denk an mich."
Sind für dich nicht von Belang,
nur fü mich.

16.02.2015

Niedrig betreten, aufrecht gehen

Im Niedergang liegt ein Weg versteckt,
den man gebückt betritt
und aufrecht verlässt.
Schnell, zügig
wird oft zum Missgeschick,
da man sich leicht den Kopf anstößt.

Verflucht, kann das weh tun
alles schwarz,
die Augen verschlossen,
der Gang ist nur dunkel
im Kopf zähes Gemunkel

Die Sicht muss sich gewöhnen
Niedrig betreten,
aufrecht gehen.

03.02.2015

Straßengeister

Meine Gedanken sind Straßengeister,
flüsternde Sterne jede Nacht
dort ist ein Platz hinter den Hügeln
von brennden Feuern und tiefen, dunklen Meeren.

"Komm schon, geh!", sagt dein Vater.
"Bitte bleib!", fleht deine Mutter.
Du musst nicht gehen!
Du musst nicht gehen!

Kalte, graue Berge vor meinen Augen,
rufende Donner im Horizont dahinter,
haltet den Zug für die richtge Zeit,
um den Ort zu finden wo vergessene Vögel frei singen.

"Auf gehts, du bist bereit zu springen!", sagt deine Seele
aber vergiss nicht wo du herkommst
Du musst gehen!
Du musst gehen!

Ist das richtig? Kann ich wirklich gehen?
Manchmal denke ich, aufstehen und losgehen
Meine Gedanken sind Straßengeister
Ich sollte durch Nächte rennen
über allen Lichtern fliegen
und Stimmen schreien

Du musst nicht gehen!
Du musst nicht gehen!

Bitte Mom, fürchte dich nicht.
Ja Dad, aber ich habe große Angst.

25.01.2015

Früher hat es tatsächlich anders geregnet

Es ist schon vorbei die Zeit, oder?
Wo der Himmel so kühl und klar
wie Bergseeen war,
der Wind so frei und fordernt,
wie unbändige Wildpferde.

Bei weitem gibts die nicht mehr,
kann das sein?
Es ist komisch,
verklärt und falsch geredet,
ja früher hat es tatsächlich anders geregnet?

08.01.2015

Der Moment, wenn man den Blick für die Realität verliert (Glück)

Man kennt doch diese Momente.
Ihr wisst schon,
jene Momente die man so schnell wieder vergisst.
Man sitzt gerade in der Küche,
trinkt gemütlich einen Kaffee,
der Fernseher läuft monoton und hinter den Fenstern erwacht die Welt
oder
man geht gerade mit dem Hund spazieren.
Durch die Schneefelder,
auf unebenen Wegen,
alles scheint gefroren zu sein,
damit man es für immer betrachten kann und plötzlich tritt dieser eine Moment ein,
wo man den Blick für die Realität verliert.
Die Gedanken schweifen ab,
die Augen werden starr und man verliert sich in der Ferne.
Es scheint alles auf einmal so festgewachsen,
die Zeit hat keinen Sinn und Zweck mehr.
Nur das Hier.
Plötzlich stellt man sich vor,dass alles einem selbst gehört.
Wie in Kindertagen,
jeder hatte seinen eigenen Planeten.
Es fühlt sich alles so schwerelos an.
Die Ferne ist ein Teil von einem,
als ob man das Gefühl für den Körper verliert.
Es fühlt sich so an wie Glück.
Glück braucht keinen Platz, nur Raum.

05.01.2015

Kalt

Ferne
Schnee
Flocken
Schneeflocken und Heizungswärme.
Gedanken begraben,

Frostgetränkte Winde
dunkle Bäume
Baumstämme
Gittertage

Freudensturm
im Nebengarten
die Nachtigal ist weg
und Katzen hinterlassen keine Spuren.
Tropfen

Kalt

31.12.2014

Zwischen all den tiefen Bergen

Zwischen all den tiefen Bergen,
liegen Geschichten,
die wie Gestalten
einfach vergessen wurden.
Im trauten Fluss der Zeit.

Gebäude die nicht mehr zu existieren scheinen,
unter all dem Geröll,
der verbrauchten Tage,
die viel schwerer wogen,
als alle die wir vergaßen.

Dort zwischen all den tiefen Bergen,
liegen Gechichten,
aus heutiger Zeit,
keine Texte,
mehr nur Phrasen,
allein und kleinlich belassen.

Dabei wispern sie noch,
mit allen Kräften,
alter Tage
greifen nach den Sternen,
die viel kleinlicher erscheinen,
trotzdem strahlen,
dem Auge ein Funke
der nie erlischt nur kurz entschwindet
und viel größer, als ein Feuer zu sein scheint.

Die verschütteten Geschichten liegen brav
in den tiefen Bergen,
von manchem vergessen,
für andere nur Sagen,
Mythen,
die unbegreifich erscheinen,
keine Existenz,
nicht einmal Glauben von uns kriegen,
weil sie tief begraben,
kleinlich belassen
unter Geröll wispern,
kaum vernehmbar,
wie Wind in Menschenvollen Gassen.

Eins liegt auf jedenfall nicht begraben,
dass sind die Berge,
wo wir manchmal nicht wissen,
dass wir sie
in unseren Herzen tragen.

Unser leises Flüstern,
nicht mehr haben,
weil wir es begraben haben,
ziwschen all den tiefen Bergen.

21.10.2014

Im Größten aller Herzen

Vergessen im eigenen Ermessen,
was wohl richtig oder falsch sein soll.

Bedeckt mit kaltem Schweiß,
das Gesicht ist bleich
die Füße nicht mehr zum Laufen
nur zum Stehen reif,

weil wir nicht mehr fassen
und lieber
in alten, abgeranzten Gassen
unsere Träume liegen lassen.

Da muss doch etwas falsch dran sein?
Denkt man sich.
Die Welt ist ein kleinwenig nichtig
sowie flüchtig
selbst im Größten
aller Herzen.

Vergessen im eigenen Ermessen,
was wohl richtig oder falsch sein soll.

08.10.2014

Es ist zu hell, dann muss es eben dunkler werden

Wir stehen in Wartesäälen
und wandern über Gerbigsketten.

Beides das Selbe, nur anders.

Schnell die Sonnenbrillen aufgesetzt,
zum besser sehen.
Es ist so hell,
dann muss es eben dunkler werden.

Während all dem tickt eine Uhr,
eine alte, verstaubte Kuckucksuhr.
Die Zeiger ticken immer weiter,
immer heiter.

Kein Problem, Wir warten ja in unseren Säälen.
Wo alle Sitze leer sind,
die Tür weit offen.
Draußen dröhnt die Duchrsage:
"Anonymus bitte auf Station 7,
Anonymus bitte auf Station 7."

Oder war es doch eher Station 8
Die Zahlen stehen, auch nicht da
sie zählen

Wo sind wir
auf einem brökligen Kamm
oder einem sterielen Saal.

Keine Ahnung,
keine Wahl,
lieber ein Wal sein
wälen,
dem Meer sein eigen
im winzig kleinen Aquarium

"Anonymus bitte auf Station......"

23.09.2014

Das Glück im Fell verklebt

In alten Ländern wo die Gräser leise
Geschichten flüstern
kamen Kronenhäupter
von Löwen verjagt
zu den knochigen Thrönen

Pinguinarmeen marschieren
schwarz weiß
kleine Monster in den Wangen
in den lappig weichen
Tüchern tragen

vertreiben grausame Raben
von den kalt stehenden Strommasten
und die Lichter
der behüteten Leben
hintern den beruhigenden Hügeln
im Morgendämmern

das Aufheulen der einsamen Geister
Seelen der schnell lebenden Welt
Roboter krachen durch die morschen Balken
auf den wehenden Baumwipfeln
die letzten Tränen
mit dem leuternden Kelch aufgefangen

Da kreischen die beraubten Wege
nicht gegangen
Welt gefangen
dort zwischen all den schwarzen Knopfaugen
in den verlorenen Tagebüchern

Traum-Gefangene fliegen über all
den Trümmern, die
dahin siechen,
räudige Straßenköter streifen zwischen all dem
die Augen ehrlich
das Glück im Fell verklebt behalten

die letzten Kinder
leben in dunklen Wäldern
das Feuer als Freund
in ihren Herzen und Häuptern

16.09.2014

Blog 2

Meine Nachrichten verstehe ich selber nicht.
Ich schreibe sie und schon ist der Sinn versteckt.
Sie hören sich gut an, man kann sie gut lesen.
Nur für mich sind sie krakelige Schriftzeichen auf einem
klebrigen, abgeranzten Tresen.
Dabei haben sie einen guten Zweck,
ich meine sie gut, meine Finger tippen sie
und die Buchstaben fallen auf die Knie.
Vor lauter Erschöpfung. Es tut auch weh gelesen zu werden.
Es ist mindestens so anstrengend für sie verstanden zu werden, wie auch für uns sie zu verstehen. Dabei landen Radiergummireste auf meinem Tisch,
weil ich dazu übergegangen bin, nur noch auf Papier zu schreiben.
Vielleicht werden sie dadurch klarer,
genauer, verständlicher.
Aber wenn der Schreiber seine Worte nicht versteht,
wer denn sonst?

10.09.2014

Warum Fliegen in anderen Dimensionen leben und Bären blau nicht mögen

Bitte Abstand waren
ein Bär könnte aus einem schwarzen Loch empor schießen
und sie mit Haut und Haaren,
Fleisch und Knochen nicht zu vergessen,
man muss ja detailgetreu beleiben,
verschlingen.
Darum bitten wir sie stets eine blaue Fliegenklatsche bei sich zu tragen;
zu ihrem Schutz, als auch zu dem der Fliegen.
Blau darum, weil Bären eine natürliche Abneigung dagegen haben.
Das einzig blaue was sie kennen, ist ihre morgendliche Lachstasse
und der Reinigungsstein auf ihrer im waldähnlichen Stil eingerichteten Toilette
Es stiftet bei ihnen einen kurzen Moment der Verwirrung,
es ist ungewohnt für sie, wieso existiert etwas anderes blaues, außerhalb
ihres kleinen Bärenkosmoses. Woraus man nicht trinken kann und das zu dem
nicht ihre Toilette frisch und sauber hält.
Genau diesen Moment müssen sie ausnutzen, damit ihre Fliegenklatsche mit einem
donnernten Krachen, auf die feuchte Nase des Bären niederschmettern kann.
Das Tier wird erst einmal die Zähne fletschen, die Krallenhandschuhe anziehen und so tun,
als sei es der erzürnte Göttervater höchstselbst.
Es wird ihnen jedoch nichts tun, weil Bären Schmusetiere sind, in ihrer Natur liegt es
zu kuscheln, mit ihrer Nase andere anzustupsen usw.
Warum haben sie denn sonst diese großen, runden, süßen Knopfaugen und das flauschig, warme Fell.
Haben sie vertrauen in den Schlag der Klatsche, erst druch den Treffer wird dieser Schmuseinstinkt bei den Bären ausgelöst.
Nicht durch eine rote, grüne, gelbe oder ornagene Fliegenklatsche.
Nur durch eine blaue.
Sie sollten mal sehen, was bei einer schwarzen Fliegenklatsche passiert.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Wir nähern uns nun einem Punkt, wo sich ihnen wahrscheinlich erste Fragen auftun
und sie feststellen, dass es sich hier um etwas seltsame Bären handelt.

Doch bevor wir uns damit auseinander setzen, wird ihnen kurz erläurtert, warum sie mit einer blauen Fliegenklatsche den Fliegen helfen.
Das ist eine relativ unspektakuläre Geschichte.
Fliegenklatschen sind ja normalerweise dazu da um Fliegen zu töten,
ihnen den Gar aus zu machen.

Es läuft in etwa so ab:
Fliege landet auf dem Tisch,
tot!!!!!

Das arme Insekt, die meisten ihrer Art haben meistens sowieso eine Lebenszeit von
einem Tag, weil es in ihren Genen, ihrem biologischem Aufbau so verankert ist.
Es heißt ja nicht um sonst Eintagsfliege, im Munde.
Daher versetzen sie sich mal in solch eine Fliege hinein,
sie möchte auch einfach nur ihr kurzes Leben, schön verbringen.
Mit vollem Magen, einem ordentlichen Stuhlgang und vielem anderen mehr.
Da besitzen wir die Grausamkeit ihnen das Leben zu nehmen.
Und da kommt die blaue Fliegenklatsche ins Spiel.
Wir kennen keine Skrupell, wenn es um das auslöschen eines Insektenlebens geht.
Das blau des Mordinstrumentes, in Verbindung mit der schnellen Bewegung des Schlages
setzt bei uns Menschen einen Mechanismus im Gehirn frei, der uns Glauben macht wir hätten unseren Solt erfüllt und dem Teufel ein paar Fliegen geschenkt.
Die Fliege ist aber nicht tot. Wir bilden uns das nur ein.
Wir putzen, danach einen völlig sauberen Tisch etc,
die Fliege schwirrt ihre Bahnen und kann glücklich sterben, nach ihrem Tag.
Unser Kopf hat diese Fliege komplett aus seinem Weltbild ausradiert.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, weshalb die Fliegenklatsche keine Wirkung zeigt;
tja der berühmte Klatschenforscher Dr. Niedrich von und zu Klein hat in verschiedenen
Experimenten heruasgefunden, dass die Farbe blau für Fliegen nicht existent ist.
Diese Farbe und alles was daraus besteht oder damit angemalt ist, besteht in der Welt der Fliegen nicht.
Wodurch die Fliege in ihrer Welt nicht erschlagen werden kann, ins unserer jedoch schon.
Dadurch wurde auch die wichtige Debatte geklärt, warum auf einmal tausend Fliegen in einem Raum sind obwohl alles verschlossen war.

Also sein sie sozial, helfen sie den Fliegen.

In anbetracht der Bären, schulden wir ihnen noch eine Antwort.
Was sind das für Bären und wieso sollten sie aus einem plötzlich auftauchendem Loch herausspringen?
Es hat etwas mit Maulwurfslöchern und Zeitreisen zu tun.
So viel können wir ihnen versprechen.
Lesen sie das in der nächsten Ausgabe der renomierten Fachzeitschrift "Freie WG"

04.09.2014

Du kleiner Geist

Du kleiner, unwirklicher Geist,
mir ist bewusst,
dass du hier neben mir bist.
Das du so wirklich, als auch undeutbar
neben mir auf der Schulter sitzt
und mitschwingst,
deine Füße mit mir baumeln lässt.
Du kleiner Geist
bist schon lange neben mir;
bist unscheinbar;
heimlich einfach da;
neben mir
:
ruhig und gelassen stizt du da;
schaust mich an
kein Funken von Vorwurf oder "besser tun"
schleicht sich in deinen Bann.
so, dass ich einfach hier mit dir entspannen kann.
Genauso undeutlich;
wie du jetzt neben mir bist;
weis ich nicht
wie du auf einmal
erschienen bist:
Wie ein schwarzes Foto,
wo man sich nur einbildet etwas zu sehen
So ist meine Erinnerung,
als auch mein Verstehen
davon, wie du hier urplötzlich neben mir bist.
Ich kann mich nicht entsinnen,
ich kann mich nicht erinnern
mir ist auch jetzt erst aufgefallen,
dass dein Schein
so klar und doch schimmrig verschwommen neben mir blitzt,.
dass mein Auge geradezu einen Stich davon kriegt.
Ich hab lange ohne es zu bemerken
dich mit starren Augen ignorieren können..
Doch,
ich denke das war ein Fehler,
weil seit dem du wieder da bist
fühl ich mich fast schon wieder
glücklich, geradezu euphorisch
Meine Gedanken entladen sich in
bunten alles zerstreuenden Gefühlen
und mein Weg scheint mir nur noch klarer;
trotz des ganzen, kunterbunten Konfettigewitters
Es ist geradezu befreiend;
einen Geist auf seiner Schulter zu wissen.
eine Manifestation dessen was einst dein Glück war
und wieder sein kann;
doch um diesen Geist zu sehen,
Sollte man erst verstehen, was es bedeutet,
sich dessen bewusst zu sein was man
nicht so einfach weiterschieben kann:
was in all deiner Zeit;
deinen Weg bereitet hat.
Sei froh, wenn du ihn sehen kannst.
Er wird sich entspannt auf deine Schulter setzen
du kannst deine Arme und Beine strecken,
Weil es ein kleiner Geist ist;
der dich nur erinnern soll;
der dir in brenzligen Situationen helfen soll,

03.09.2014

In alten Schlössern streifen Löwen

Tosendes Geplärr ruht schon lange
die Segel sind längst eingezogen
das Meer in Gläser abgefüllt.

Die Blumenvasen stehen grübelnd in Wartesäälen
Risse an den verbandsweißen Wänden
Wodurch der Wind leise wispert.
"Keine Angst. Es ist schon lange vorbei."

Gekröntes Haupt
mit Wachsmalstiften ganz zubemalt
liegt ein Kreuz mitten im Auge.
der Allmächtige rief und ich konnte nur sehen.

In alten Schlössern
streifen Löwen,
unauffällig durch die Schatten.
Der Sonnenschein hat sich in den Fenstern verfangen.

Groß und Klein
wird schwer besprochen
schwer gebrochen

Klüger sind die Affen wo das Feuerwasser sehen
und doch lieber Saft
aus traurigem Obst gepresst
zu sich nehmen.

Verstohlen blickt ein Zeitgeist
durch das Gewand
die Tücke ist schon lange abgehauen.

Schreiben wir nur mit einem Finger,
vielleicht kommt dann etwas Sinnvolles
dabei heraus.

02.09.2014

Ein Witz den nur Kamele verstehen

Durch Länder die einst mal waren
streifen wir
unsere Gedanken
Der Sand kitzelt zwischen den Zehen
und liegt schwer
auf alten Steinen
Blicke starr in die Ferne gerichtet
es wabert und flimmert
Gebrechen sind auf dem Weg

Und überall dieser Sand,
der so langsam rinnt
dass man glaubt er rede mit einem.
Wir steigen auf wandernde Dünen
die Oasen sehen wir nicht.

Es wabert und flimmert
die Sonne schimmert
und Kamele reißen schlechte Witze.
Städte gab es nie
Zivilsation gab es nie.

Konstrukte von Monsterhand in die Weite gesetzt
dabei wird nur das eine gesucht
wo uns mit Haut und Haaren verschlingt.
Suchen liegt in unserer Natur,
ob es nur so richtig ist.
die Gedanken sich zerreisen

Und schon stolpert man über diese
scharkantigen Schwerter die sich überall verbergen.
Schneidet sich die Füße auf,
will nicht mehr gehen.
Eine Decke um sich wickeln
ein Feuer entzünden
und die Sterne verfluchen.

Weil wir unser Ziel suchen, werden wir es niemals finden

01.09.2014

23.07.2014

Liebes Hirn,
es tut gut dich dampfen zu spüren unter der schmachtenden Hitze der Sonne.
Bei dieser UV-Bestrahlung sollte man sich schon etwas bräunen,
sei es auch unfreiwillig. Neulich habe ich meine Augen getroffen und sie haben mir Bilder
von Blättern vorgesetzt, die ich nicht verstanden habe. Ich glaube ich sollte ein Bilderbuch zu rate ziehen. Die wissen immerhin was sie zeigen!
Vielleicht solltest du mal kurz mit ihnen reden, weil sie verwirrt zu sein, scheinen.
Auf dem Weg zu ihnen, könntest du auch einen Abstecher zu meinen Ohren machen.
Sie hören die ganze Zeit Vogelgezwitscher und Automotoren.
Ziemlich merkwürdig.
Ein gewisser Grad an Verwirrtheit ist nicht zu leugnen, doch sie könnten sich zu mindestens ein klein wenig zusammen reißen oder nicht?
Ich frage mich was wohl der Grund dafür ist?
Ach und die Nase! Von der will ich gar nicht anfangen. Die macht sowieso was sie will.
Vielleicht findest du heraus was los ist?

Mit freundlichen Grüßen,
Waschbär

23.07.2014

Blog 1

Hallo Welt,
ich sitze nun hier an einem Rechner und schreibe Zahlen die ich nicht verstehe.
Das Fenster ist auf und von außen höre ich Autogeplärr,
die Luft drückt unangenehm. Auf meinem rechten Arm steht Loser geschrieben, liest sich aber wie Josev, währenddessen pumpen meine Adern weiter,
meine Gedanken schwirren wirrer und von außen dröhnt das Auto.
Vögel zwitschern aus dem Off, ich weis nicht mal ob ich sie mir einbilde.
Meine Füße schwitzen und ich denke nur" wie kann das sein ?"
Die Schweißdrüsen zittern,
und ich tippe immer noch Zahlen die ich nicht verstehe.
Unten spielen Kinder oder schauen fernsehen,
Betreuungszeit. Der Fernseher läuft und die Autos plärren weiter.
Die Zahlen sind nicht einfacher geworden, sondern nur mehr.
Ich schwitze noch immer.
Ich sollte mich betreuen lassen.
Stattdessen tippe ich zahlen die ich nicht verstehe,
denke wirrer
und zerschlage meine Tage.

07.07.2014

Ich stelle mir ein Monster vor..........

Ich stelle mir ein Monster vor,
ein Alptraumwesen aus Angst geboren.
Der Finsternis entrissen und in Form gegossen.

Wie es so dort vor mir steht,
mit seiner knochenbleichen Haut,
die spinnengleichen Gliedmaßen,
lang und schlank,
fast schon puppengleich
zu dünn um zu laufen,
so wie das ganze Wesen
schlaksig drohend vor mir geifert,
aus tiefen roten Augen stierend
meine Seele zu verspeisen
Die Klauen scheinen brennend heißes Pech zu tragen
lang,
nach meiner Angst verlangend.

Das stell ich mir ein Monster vor,
wie es da so einfach vor mir steht.

30.06.2014

Bittersüß

Kommen, gehen, verschwimmen.
So hell ist das Licht, wo versucht die eigene Helligkeit zu bezwingen.
Aussichtslos ohne Tau, ohne Halt, zwischen drückenden Wolken gefangen,
liegen die trunkenen Sterne.
Verloren und doch frei.
Gelöst aus dem verkrachten Himmel.
Donnergröhlen, Blitzgewitter.
Streit ist da wo die Stille ihre Stimme schmachtend erhebt.
Dort wo die wilden Hyänen wohnen,
die Ebene der traurigen, tristen Gräser,
die jedes mal aufs neue jammern.

Dabei liegen fette Raupen auf den Straßen,
Schick dich an zu verstehen
Laubblätterregen und Windmosaik
Lieber zwischen Tieren, als gekrönten Scharlatanen
Trautes Heim der Friedenstaube
abgebrochen
Federn hell und dunkel
reden schwer, reden lieber ungezogen
so fern das Loblied
fröhlich klingt

Lügen auf den klebrigen Schneidebrettern gemütlich kleingehackselt
Gericht serviert
gut geschmeckt

Tränen zum Gruß
lachen zum Abschied
Kein Körnchen
nur Augen die lieber sehen
statt stieren

Dem König eine graue Maus vor die Füße gesetzt
Mit den Gauklern
Galgenhumor bewiesen
Traum aus, keine Möwe mehr am Himmel

der Wald geht mit eigenen Beinen
Kieselstraßen, Laubbezug
Die Kinder spielen barfuß, die Träume liegen weit
Eins, zwei, drei
der Traum ist jetzt vorbei.

12.06.2014

Von blinden Göttern

Dochte liegen auf den nassen, schimmernden Straßen
abgebrannt und schwarz.
Ihr Feuer brannte, das Licht erhellte
die Dunkelheit vergaß ihr scheußliches Tun,
nur um dem geleisenden Schein
die Augen darzubieten,
darzureichen
dem prunkenden Sonnenaltar.

Sie,
die Zünder waren ein Punkt
das Übel zu beherrschen,
vielleicht auch nur zu verbergen
einen Nebel aus blinden Reimen
hinüber zu legen.

Daher steckte man sie in Kerzenköpfe
die in dunklen Seitengassen leben
Die zu schmelzen bereit waren schon
seid ihrer ersten Flamme im
federleichten Lebensstrand.

Es schreien die glatzköpfigen Götter darüber,
Licht sei nur ihnen vorbestimmt
kein stumpfsinniges Eigenleben
dort weit unter ihnen
darf sich dessen zu haben behaupten.

Daher kam der erste Donnerschlag
der Himmel trug Trauer von so viel Zorn
und fing an zu weinen,
die Tränen eines verlassenen Kindes.

16.05.2014

Diese Zeit

Wohin ist die Zeit,
wo wir die Zeit vergaßen?
Wo wir sie nuzten,
selbst ein unbestimmter Teil von ihr waren

Wohin ist diese Zeit?
Wo wir Helden in Gummistiefeln
und Fahrradhelmen waren?

Diese Zeit,
die wir mit den Jahren vergaßen.

19.03.2014

Es gipfelt in Leiterrennen

Sonne,
sonnig, wonnig
belustigt und heiter
schreiten wir unter dir
und wünschen uns ne Leiter.

Na gut wahrscheinlich nicht jeder von uns
hier unten,
weil manche damit zu sehr beschäftigt sind,
den passenden, für sie richtigen Weg zu finden.

Den Weg, der uns auf Erden hällt,
der schnurstracks ohne Schwenker
durch die Landschaft schnellt
und gafft.

Dafür ziehen sie festes Schuhwerk an.
Wasser abweisend, robust und luftig,
damit das Schwitzen nicht zu sehr auffällt.

Sonne
sonnig, wonnig
belustigt und heiter
schreiten wir unter dir
und wünschen uns ne Leiter.

Wir lachen doch hier unten über so viele Scherze,
die wir mit Freunden teilen.
Die sowohl groß, als auch klein sind,
dabei lachen wir darüber,
dass es uns eigentlich so gut geht........

13.03.2014

Mmmhhh lecker.....

Ich setz mich auf die Parkbank,
nimm meinen Verstand heraus,
denke mir "mhhh lecker"
und ess ihn auf.

"Gott ist das lecker!"
denk ich mir weiter,
Steh auf von der Bank und geh zufrieden weiter.

"Ach wie schön frei mein Kopf nun ist",
schlender ich Hals über Haupt beglückt,
durch den Park,
entrückt von der ach so bedachten Welt
und lache,
lauthals mit der Sonne.

27.02.2014

Was los da draußen?

Ich will, ich will, ich will.....
Blablabla.
Was los da draußen?
Meine Augen ganz benebelt,
mein Verstand ganz benommen.
Weiter da draußen.
Laufen, kaufen, saufen.

Du lebst nur einmal,
einmal hier, einmal dort.
Der Ort, der schon längst nicht mehr der selbe ist,
wie im ersten Atemzug.
Zug um Zug,
die Züge nehmen mit den Schienen,
auf den Schienen,
selber die krächzenden Räder kriegen.
Zug um Zug.
Auf den Schienen, mit den Schienen.
Drüber schieben, den verkaterten Schädel.

Nächste Stadion:
die Kreuzung zum Entscheiden,
zum schneiden,
abschneiden der lästigen Erinnerungsgeschwüre.
Du solltest nur den richtigen Weg einschlagen.

Richtig oder falsch.
Das ist falsch!
Diese beiden Wörter mit Politikbedeutung zu füllen.
Dem Falschen das Richtige aufzeigen.
Nämlich das es nichts von beiden wirklich gibt.

Aber ich will, ich will, ich will.
Blablabla.
Was los da draußen?
Meine Augen ganz benebelt
mein Verstand ganz benommen.

16.02.2014

Nur Worte

"Ich liebe dich.",
sage ich der Liebende
dabei sind das nur Worte,
die sagen nichts.

12.02.2014

Von einem Orka-Bild

Heute in meiner Arbeit sah ich einen kleinen Jungen, der ein Bild malte.
Auf den ersten Blick hin erkannte ich nicht genau was er dort aufs Papier zauberte.
Es war ein Killerwal, ein Orka oder auch Schwertwal genannt, der durch das Meer ins gleißende Licht der Sonne brach.
Ein fesselndes Bild.
Er malte es aus einer der Geo-Zeitschriften, die wir bei uns in den Schränken liegen haben, ab.
Ich wollte wissen, warum dieser kleine Junge, dieses Bild malte? Weshalb ausgerechnet dieses?
Also setzte ich mich mit zu ihm und fing auch an zu malen.
(Sein Bild sah wirklich gut aus! Er war in der ersten oder zweiten Klasse.)

Nebenbei lies ich den Satz:" Warum hast du denn dieses Bild ausgewählt?", fallen und kritzelte ordentlich auf meinem Papier weiter.
Da sah er mich mit selbstzufriedenen Augen und ehrlichem Grinsen direkt an und sagte einfach:

" Weil es schön ist."

Mir kamen keine weiteren Gedanken in den Kopf.
Mich hatte die Aussage komplett entwaffnet.
Ich beschloss auch nicht weiter zu fragen, da mich diese vier einfachen Worte, auf einen Boden zurück geholt hatten, den ich schon längst verloren geglaubt hatte.

Einen Boden, den ich mir selber unter den Füßen weggezogen hatte.

Den Boden meiner Kindheit.
Der Boden
über den ich barfuß lief und die piksenden Steine, in der Einfahrt meiner Oma spürte.
Bloß so schnell wie möglich in den grünen, sonnendurchfluteten Garten.
Den schroffen Steinchen entkommen,

deren Piksen trotzdem mehr kitzeln war.

Die kühle, atmende Erde unter den grashüpfergrünen Grashalmen fühlen.....

Mit einem Satz erschloss sich mir eine komplett neue Welt,
die ich eigentlich schon kannte.

Es geht nur ums fühlen.

10.02.2014

Grund

Es gibt Dinge die kann und sollte man nicht begreifen,
schön eingepackt in klebrigen, schimmernden Seifenblasen.
Die dafür, stehen zu platzen.....
Die den Sinn schon hinter sich liesen,
die Straße längst schon gingen,
keine Klarheit, nur fressende Pflanzen
im Kopf hinterlassen.

Leere Gassen,
Laternenlos im dunklen Schoß,
des Unbegreiflichen.

Suche für alles eine Antwort, für alles einen Grund,
dann verliere den Verstand,
und begreife,
dass die Seifenblase platzte
nur schien und nie wirklich bestand.

06.02.2014

Kalte Winde rieseln nieder

Die kalten Winde rieseln nieder zwischen den dreckigen Häuserklüften,
der tosenden Stadt.
Auf die ameisengleichen Menschen,
wie sie auf den Straßen wandern,
wandern nach Süden, Norden, Osten und Westen
der Richtung ihrer Nase nach.

Die Straßenbahnen jaulen auf bei jeder Fahrt,
mit den Seelen der Alltäglichkeit im gläsernen Bauch.
Reisen sie von Haltestelle zu Haltestelle,
immer auf den braunen Schienen.

Schauer kriecht über die Rücken,
die Haut der Belebten.
Gänsehaut.
Wir alle wandern, auf dieser erträglichen Welt,
zwischen Dreck, Schönheit und Leben.

Und die kalten Winde rieseln nieder zwischen den dreckigen Häuserfassaden.
Nieder auf unser Häupter,
die Taufe der Sterblichkeit,
wandern, wandern, wandern.

Die kalten Winde rieseln nieder.......

01.02.2014

Auf das eine Träne siege und versiege.....

Wir folgen den Smog-Dämpfen
im blinden Wahn
dem Herz vorgeführt,
der Verstand längst in winzig kleine
Perlenohrringe zerbrochen.
Die rostigen Straßenbahnen von Tigern
über Piers gezogen,
den Smog-Dämpfen dargelegt!

Du grausam schöne Stadt
verzieh deine Fratze zu einem falsch gemeinten Lächeln
und schenke Anerkennung, Zuversicht
dem blinzelnden Kinderauge;
Auf das eine Träne siege
und versiege in den leeren Eisenbahnschienen.
Auf denen
der dem schuldig sei,
aus Schuld und Sühne,
wo der vergrabenen Truhe zu nahe kam..........

29.01.2014

Didedu

Das Sein
im Keim,
des abgewetzten Scheins;
eine kleine,
dem Reinen,
unbekannte Reise,

28.01.2014

Hosenträger

In Quadratlatschen durch die festgepappte Welt stapfen,
in seiner Notfallflasche einen Orkan verborgen tragen.

Mit Bettlaken sich ein Himmelbett konstruieren,
schön viel splitterndes Holz als Balken gebogen.

Versiffte Lavastraßen,
weiter zu den überfüllten
Einkaufzentren geführt.

Mit einigen schillernden Figuren,
die neuen Kleiderschränke
das Treppenhaus hinauf getragen.

Flackernde Liebesgeständnisse,
auf Papier vergilben lassen.

Mit keinem, einem,
deinem kleinen, freien Flaschengeist
die zitternden Würfel fallen lassen.

26.01.2014

"Prost! Auf die Prosa."

Es ist so schön, nicht wahr? Wir essen, trinken und schlafen. Am nächsten Tag öffnen wir unsere Augen, den Schlaf noch in den Augen, schauen aus unseren Fenstern in die gerahmte Welt, wie sie da draußen vor uns steht.
Mit einem leichten Knacken in den Handgelenken, reiben wir unsere Augenlider.
Endlich wach.
Eine Hand am schiefen Rücken hieven wir uns auf die Füße. Das Genen ist gleichgestellt mit dem Startschuss. Also heißt es, Lockerungsübungen. Einmal die vom Bett geplagte Wirbelsäule durchdrücken, die Arme in die Luft gerissen, bis dieses ersehnte Knirschen kommt.
Mit wenigen Schritten in die Küche. Heißes Wasser für einen Kaffee aufgesetzt.
Im Kühlschrank geschaut. Keine Milch, das bedeutet schwarz.
Sonst noch irgendwelche Beute in Aussicht. Ein halb vergammelter Jogurt, der Deckel aufgerissen, nicht ganz runter gezogen.
Ein Klacken. Das Wasser ist fertig.....mit noch wenigeren Schritten zurück in die Küche.
Kaffeepulver fällt in die "Have a nice day" Tasse. Der Smiley darauf grinst so voller Lebensfreude. Während dem aufgießen wird das Radio eingeschalten.
"Die Verhandlungen endeten in tödlichen........", "Was ein spannendes......", "Sie hören.....".
Die Nachrichten klingen wie immer, nur schlimmer, dazu der bitterstarke Geruch von Kaffee in der Nase.
Es ist so schön, nicht wahr?

24.01.2014

Der da tanzt......

Der Seligkeit anheim fallen.
Du der dem blinden die Augen gabst,
seine runzligen Falten im Gesicht bemalte
und keine Furcht vorm erwachen hat.

Der dessen Stern, in klobig alten Lutschbonbons versiegelt liegt,
um eines Tages zu leben,
leben neben den borkigen Bäumen,
der verschollenen Parks.

Der Plätze wo kein Möwengekreisch dem Vogelzwistschern gleicht,
Katzen die Welt mit feurigen Schriftzeichen beschmieren,
damit der kalten Liebe
kein Trost gegeben wird.

Dämonen sind der Engel nervige Verwandschaft,
direkt in des Satans Schoss gelegt,
mit Stimmen gefüttert und groß gezogen.
Da die Büchse dem geöffnet wurde,
der dort wandelt
in den alten versiebten Bordsteinpfützen.

Und tanzt vor lauter schäumenden Überdruss.
Da die Büchse offen steht
und es war nichts Gutes darin,
wo die geisterhaften Gedanken dem Wahren leugnen.

Unter dem Bordstein, liegt jetzt deren Manifest,
zeitig in den Fels geschlagen,
die Krallen fordernd in die Lüfte gereckt.

Der da tanzt,
ist blind von Geburt an,
beschrieben mit den letzten frohen Farben.

Aber die Parks verlieren an Laternenlicht,
voll Glanz und Torheit dem Getriebenen
gewidmet.
Kein sein,
dem letzten der da tanzt.

21.01.2014

Leere Seiten

Beschreibe deine leeren Seiten,
ob mit Buntstift, Kugelschreiber,
Bleistift oder Füller.

Beschreibe sie mit schillernden Worten,
verträumten Bildern und schemenhaften Formen.

Beschreibe, das was leer dort vor dir liegt.

Beschreibe deine leeren Seiten,
damit dort etwas steht und fällt.
Damit die Zeit an Schwere verliert,
die Vergänglichkeit wird in den Schatten gestellt.

Es ist wichtig, dass du beschreibst,
was du hörst, siehst und fühlst.

(Mit deinen Sinnen sollst du greifen,
nach den Stiften greifen,
die, jeder einzelne, vor dir liegen.)

Deine Seiten scheinen leer und kalt,
aber du alleine besitzt die Kraft,
sie zu beschreiben.

Beschreibe deine leeren Seiten.........

20.01.2014

Es geht ums Fühlen

Was ist da los?
Wer ist das?
Was machen die da?
Hääää...was?

Ein Spiegel steht dort im leeren Betonbau.
Der Staub spiegelt sich in ihm,
die Geister vergangener Tage starren aus ihm,
der Lärm der Welt schwindet in Schall und Rauch.

Die Züge hört man,
weit entfernt,
hinter Häuserfassaden und Backsteingassen
ihre Flüche Richtung Himmel
posaunen.

Und im Spiegel

da stehen nur die Geister.
Lautlos,
aber um sie herum nichts als Lärm.
Ein ständig wachsender Pegel
von Unruhe in der Ruhe.

Wir wollen verstanden werden,
dabei verstehen wir uns selber nicht einmal......
Geschweige denn das was uns umgibt.

Wir erahnen viel mehr,
als das wir wirklich sehen und begreifen können.

19.01.2014

Was da nervt!?

Wir stellen uns Fragen,
schreiben sie auf unsere weiß vorstehenden Fingerknöchel
und finden die Antworten
gut durchgekaut
an der Schuhsole festgeklebt.

17.01.2014

Straßenbahngeflüster

Ein Riss im Schädel,
Gedanken strömen aus.
Beleben die leeren Straßen,
bringen den Beton zum Vibrieren
und zeichnen Bilder zwischen den
unbeschriebenen Zeilen.
Feiern mit der Zeit,
geben ihr Straßennamen,
schmücken die Eintagsfliegen
wie Weihnachtsbäume,
demonstrieren entschlossen
gegen das Schicksal.

Die hetzenden Hunde
von der Leine gelassen.

16.01.2014

Mausklickgewitter

Werbespots verkaufen uns die Wahrheit,
in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen, Größen und Formen;
Extra mit Parfüm eingesprüht,
damit sie nicht so unangenehm riecht.
Ein Deo für zwischendurch in der Hinterhand,
damit ja nichts mieft!

Kaum auszumalen, wenn sie unangenehm wäre?!

Stattdessen schauen wir
auf der Suche nach einem eingepackten Superhelden,
ins Internet.
Das erste was uns ins Auge sticht;
liegen gelassene Versprechungen,
die Erlösung einen Mausklick weiter.
aber keine Lösung.

No budget, no way!

Heutzutage lieben wir ja Papier!
Schön viel Farbe drauf geklatscht,
damit das Weiß darunter nicht erkennbar ist.
Wir denken, dass etwas ,eigentlich, farbloses
Farbe in unser Leben bringen kann?!

Whatever?

Alice! Who the fuck is Alice!?

Alice im Wunderland,
im Wunderladen,
mal klein, mal groß,
Tea-Time.
Hauptsache gemütlich.
Zwei zum Preis von einem.


Yeah! Wir haben den Jackpot, oder?

15.01.2014

Von Heizungen, Stürmen und Talkshows

Wie meine gelben Zimmerwände Weite vortäuschen,
Entfernung.
Wie als ob ich mitten in einer Wüste stehe,
umgeben von Dünen,
die brechende Sonne über mir,
aber keine sengende Hitze.
Nur das monotone Brummen meiner Heizung
und das stockende Flimmern meiner Stehlampe.

In meinem einen Fenster tobt ein Sturm.
Regen klatscht dagegen,
Gewitterwolken ziehen vorbei
und mir ist langweilig.

Ich kann durch meine Wände
den Fernseher unserer Nachbarn hören.
Sie schauen meistens irgendeine Talkshow
in der es um Armut ,
die Finanzkrise oder dem Krieg im nahen Osten geht.

Dabei liege ich auf meiner Schlafcouch,
höre das Lied "Tiger Lilly" von Cäthe
und starre an meine Zimmerdecke.

14.01.2014

Gedanken einer träumenden Maus

Hätte ich ein tiefblaues Flugzeug,
könnte ich neben den Vögeln
hoch oben, über all den Wolken,
zwischen den Wolkenpalästen
fliegen.
Ich würde mit ihnen in V-Formation
Richtung Süden durchstarten.

"Aufauf gen Süden!"

Dann wäre ich der Sonne so nah
wie Peter Pan an guten Tagen.

Falls ich ein Flugzeug bekomme,
müsste ich erst fliegen lernen,
mir eine Fliegerkappe zulegen
(weil ohne lässt es sich nicht fliegen)
und mir einen Kompass wie die Luftkarawanen
erfühlen.
Außerdem wäre mein Flieger voller Käse.
Reiseproviant.

Fliegen, wie ein Vogel,
über alle Welten,
durch eine Welt,
meiner Sonne entgegen
Richtung Süden.

14.01.2014

Mottenbasar

Ich träume von Sternschnuppengeschwadern
die ein Wettschwimmen veranstalten
und leuchtende, strahlende Konfettispuren hinter sich herziehen,
welche auf unsere Köpfe regnen,
damit die Welt,
selbst bei Nacht
in Farbe liegt.

Ich träume von nebelbehangenen Bergen
die mir still und heimlich zuflüstern,
aus ihrer Welt.
Geschichten erzählen
zwischen Sonnenauf- und -untergang.
Mythos und Wirklichkeit.

Ich träume von einem blauen Wal,
der einen kleinen, für Menschen gedachten Hut
auf dem Kopf trägt
und mir mit weiser, lehrender Stimme
den Weg durch die Meersteingassen erklärt.

Ich träume von einem Wolf
der im Wind begraben liegt.
Ein Mahnmal der Vergänglichkeit.
Er rannte mit dem Wind,
das Fell silbergrau geschliffen
vom gelebten Leben.

Ich träume von Schmetterlingsbällen
auf denen unter Glockenblumenlicht
getanzt wird.
Und Mottenbasaren wo vor
neonfarbenen Buchstaben gehandelt wird.

Ich träume

Indem ich auf Gänseblümchen liege
und die Sommerblätter
herbstfarben
anmale.

13.01.2014

Kammerkarussell

Wie der Wahnsinn den Aber-Witz jagt,
dabei eine Runde im Kettenkarussell dreht,
tobt und schreit
voller Überdruss.
Getrieben vom einen Moment an,
dem Moment des Funkensprungs,
des höchsten, größten,
herbeigesehnten Kammerflimmers
vorm ersten äffischen Geplänkel.

Wo der Silberrücken schwarzer wird,
die Katzen lauter bellen,
als die Hunde je miauen könnten.

Dabei immer dieses ächzende Rattern des Karussells,
auf dem sich mittlerweile Verstand dazugesellt hat,
immer schön störend,
dazwischen,
zwischen Kochdeckeln und glimmenden Streichhölzern.

Da,
Wie der Wahnsinn immer weiter jagt,
sich weiter dreht im Funkenflug,
Der Aber-Witz fiel schon längst auf den Verstand
und jault und miaut.
Eingeklemmt zwischen
Silberrücken, Katzen und Hunden.
Dabei fährt das Karussell.

12.01.2014

Fensterwahn

Meine Katze sitzt auf der Fensterbank.
Man könnte fast denken,
dort stehe eine moosbewachsene Statue.
Alt, ehrwürdig.
Jahrhunderte überdauernd.

12.01.2014

Über mich

Ich muss mich glaub ich so erklären.
Der Grund warum ich schreibe ist, dass ich Sprachbilder liebe, Interpretation,
Freiheit in den Formulierungen,
Dieser Punkt, den man mit schreiben erreichen kann.
Dieser Punkt, der zu klar ist, um ihn zu erkennen.
Dieser Zauber der in Wörtern ruht und heraufbeschworen werden kann.
Dieser Grad, der weit vor dem Horizont liegt und uns dazu bringt, nicht auf ihn, sondern eben auf den Horizont zu schauen...
Dieses Geheimnis welches man sich selbst und den Lesern/ Zuhörern auferlegt mit seinen Wörtern.
Wie du schreibst. Es kommt auf die Berührung an. Dieser kitzelnde Hauch den man spürt und uns einen Schauer über den Rücken jagt, uns zum Weinen bringt etc.
Diese Berührung kann man mit tausend oder mit drei Wörtern schaffen.
Knappen oder ausufernden Formulierungen.
Man muss nur, die Buchstaben richtig setzen und seine Leidenschaft hineinlegen.

10.01.2014
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