Du bist Ich, einfach anders! Robert Demiri

Du bist Ich, einfach anders!

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Tattoo auf der Seele

Jedermann hat so etwas wie ein Schmerzkörper in sich, dass dir ermöglicht, emphatisch zu sein. Ich kann versuchen, mir dein Leben vorzustellen, die Wege, welche dich zudem gemacht haben, der du heute bist. Etwas zu erfahren, durch die Sinne wahrnehmen und es zu verstehen versuchen durch in sich hineinversetzen in der jeweiligen Perspektive. Ohne dieses Tattoo auf der Seele, wie könnte man nicht verständnisvoller agieren, wenn man es nicht hätte? Diejenigen Erinnerungen, die sich in deine Seele eingebrannt haben als ein wesentlicher Unterschied und Beitrag zur persönlichen Begegnung jenes Schmerzens, sind unsichtbare Narben, die auf bestimmte Aktionen sehr sensibel reagieren können. Darum erscheint mir die unbedingte Wichtigkeit nicht zu vorurteilen, auch wenn Assoziationen ihren Weg in der neuronalen Chemie auf ihren Anspruch drängen, möchte ich lieber raten, die Dinge vollkommen urteilsfrei, unverdaut und frisch anzupacken, denn nach und nach wird man doch feststellen, dass Parallellen existieren oder Vergleiche, die man anstellen kann. Jeder wird sicherlich irgendetwas finden dabei, was ihn an ihn selbst erinnert, manchmal so auf ganz einfach subtile Weise oder eben gar ziemlich ähnlich. Einander zuzuhören, ohne gleich passende Antworten bereit zu halten, beobachten, wo genau was einem auffällt, um ihm den Spiegel vorzuhalten, ihm Liebe und Vertrauen schenken, als wärst du seine letzte Hoffnung, nicht um egoistische Ziele zu verfolgen, sondern aus reiner Leidenschaft zum lebenden Organismus,weil in ihm das gleiche Herz schlägt wie in deinem. Wo bleibt da das Interesse an die Ehrlichkeit zu sich selbst? Auf der Strecke des gemeinsamen Erlebens?

Wir springen in eine Welt ein, wo anscheinend die Klischee Rollen klar vergeben sind. All diese Begriffe, die an einem kleben wie Kaugummi am Schuh. Wenn das ganze Leben eine Lehranstalt für dumme Irre ist, die Fehler machen um zu lernen, dann sind die glaubhaftesten Lügner diejenigen, die dies auszunützen wissen, diejenigen, die sich über dich stellen wollen. Sie spielen damit, verhüllen sich in saubere Westen und führen sich auf wie Weltverbesserer, die dich unterdrücken wollen. Kennt das jemand, schreibe ich zu ambivalent und nicht zielgerichtet? Die vorgefasste Meinung über Drogen zum Beispiel ist so ein Phänomen, dass einen Charakter enorm schwächen kann, da mehrheitlich die Leute schon dazu psychologiesiert worden sind, mit einer gewissen Haltung an die Sachen heranzugehen. Um dagegen zu halten, muss man vielleicht den Charm von Obama besitzen und den Konsum auf seine Vergangenheit beruhen lassen. Koks und Gras. Oft begegnet einem ein Blick, ein abwertender oder verachtender Blick da, wo man ihn nicht zuerst entgegnen, sondern sich erst dafür schämen möchte, für diese voreiligen, scheinheilligen Frässen, die anscheinend was zu fressen suchen, anstatt dich mit Unterstützung zu nähren. Im Humor kenne ich kein Pardon, da ist so ziemlich Vieles erlaubt, was die Ernsthaftigkeit des Todes auszulachen versucht. Der Witz dabei ist, die Gefühle nicht dabei zu verletzen, weil man es mit Humor nimmt, aber wer kann dem Tod gefühllos schon begegnen? Darum gehen einige Witze leicht in die Hose und dahin, wo es weh tut.

Einanander wachsen heisst, miteinander zuzulassen, die Wurzel nicht von der Blüte zu trennen. Was versuchen wir nicht alles, um ein glückliches Leben zu führen und vergessen Antworten auf die vom Unglück geprägten Menschen, welche aus der Gesellschaft abgegrenzt werden wie unsaubere Gläser! Überall kommt das vor, überall wo eine vorgefasste Beurteilung stattfindet. Nach welchem Massstaab beurteilt man ein Leben? Warum sind einige Menschen so etwas von derart überzeugt, dass sie vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen können? Warum greift man Seelen an, die für ihr Bestehen wie wir alle, dem Sperma und einer Eizelle verdanken in einer Mutter? Wer zum Teufel hat ein grosses Interesse daran, Tattoos auf den Seelen so zu schädigen, damit die Seele an ihrem Fleck verbrennt? Wieso malen sich nicht alle einen roten Punkt auf die Stirn, um dem gegenüber klar zur Vorsicht melden, dass wir auf uns selbst treffen, nur in einer anderer Variation? Ich sehe dich, ein Spruch aus dem Film Avatar. Das dritte Auge, dass uns allen gleich ist, befähigt uns die Tattoos auf der Seele so zu betrachten, wie kein 3D Kinofilm. Wenn wir auf solche Sachen doch mehr achten würden, mehr auf sich selbst, dann weiss ich echt nicht, wie man eine Revolution des Beweusstseins noch verhindern könnte. Ach doch, stimmt ja. Durch unsere Informationsträger, unsere Filter, unsere Weltdarstellung, Meinungsbildung. Dieser Film, das wie deine Aussenwelt aussieht, der übrigens verdächtig gut über alles informiert, was dich zu informieren hat. Wer ist wie eingebildet? Was denkt man denn wie die Welt ist? Wer denkt überhaupt für wen? Wer fühlt überhaupt für wen? Wer agiert überhaupt für wen? Dieser Moment, wenn dich etwas so sehr reizt, dass es dir einfach nur noch Leid tut, dass es tut, aber ich glaube, auch wenn es so den Eindruck macht, als würden wir einer grossen Katastrophe entgegen schwimmen, ich glaube an die Macht der Emphatie, welche viele Tattoos in vielen Seelen vereinigen wird, um dafür gerade zu stehen, dass das geistige dritte Auge nicht ungesehen und unbenutzt bleibt.

24.01.2014
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