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Ehrgeiz.

Ich glaube im Endeffekt ist Ehrgeiz nichts anderes als das Produkt unserer Träume. Je stärker unsere Träume sind, desto größer ist der Ehrgeiz sie eines Tages zu verwirklichen. Es gibt viele verschiedene Formen von Ehrgeiz, sie alle unterscheiden sich vor allem darin, was man erreichen möchte und was man bereit ist dafür zu tun: Sei es unerbittliches Training für den Sport, stumpfes Buckeln für die nächste Beförderung oder Disziplin beim Loswerden von Übergewicht.

Ehrgeiz kann ein Fluch und ein Segen sein:
Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt wird schnell feststellen, dass übermäßiger Ehrgeiz zur Falle werden und einen völlig vom richtigen Weg abringen kann. Sich ständig verbessern zu wollen, bedeutet immer auch ein bisschen unzufrieden mit sich zu sein. Und hier beginnt der Teufelskreis. Denn wenn man anfängt sich für das zu kritisieren was man ist, beginnt man sich selbst zu definieren durch die Ziele die man erreicht. Doch ist es das was uns schlussendlich glücklich macht? Die Gier nach mehr Erfolg oder Geld ist unersättlich und wird an der eigenen Unzufriedenheit auf Dauer nichts ändern. Irgendwann wird man feststellen, dass man sein Leben lang das Ende des Regenbogens gesucht hat. Den Weg zu seinen Zielen zu genießen, ohne sich von deren Erfüllung abhängig zu machen, ist dagegen definitiv ein Segen.
Auf der anderen Seite führt uns natürlich auch mangelnder Ehrgeiz nicht zum Glück. Wer es mit seinem Ehrgeiz vereinbaren kann, sich 20 Stunden pro Woche dem Niveauverfall im deutschen Fernsehen hinzugeben, der kann sich eigentlich auch gleich die Kugel geben. In einer Welt zwischen Asi-TV und Facebook ist kein Platz für Ehrgeiz und Motivation, dafür umso mehr für Dummheit und Selbstmitleid. Sie bieten einem eine endlose Folge von Ausreden, um lieber vor sich hin zu vegetieren, statt zu leben. Auch hier gilt, je tiefer man in den Teufelskreis aus Motivationslosigkeit hinein gerät, desto unzufriedener wird man mit sich selbst. Was bringt ein Traum, den man sein Leben lang mit sich herumträgt, wenn man nie etwas dafür getan hat ihn zu wahr werden zu lassen? Was ist schon ein unverwirklichtes Lebensziel, verglichen mit dem Fluch, nie für seine Verwirklichung gekämpft zu haben?

Wir leben in einer Welt, in der man rein gar nichts mehr für sein eigenes Überleben tun muss. Die Frage ist nur, ob man die Freiheiten, die unsere Gesellschaft uns bietet, nutzt, um etwas zu bewegen, oder zu einem willenlosen Wesen verkommt, dessen einziger Zweck es ist, zu konsumieren, was ihm vorgesetzt wird.

06.02.2013
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