Buchzitat von Adrian Selby aus Schwarzer Sold

"Wie soll man auf wenigen Seiten ein Leben in seiner ganzen Wahrhaftigkeit schildern?
Vor allem jenes andere Leben, das wir jenseits dessen führten, was ich in diesem Tagebuch niederzuschreiben vermochte? Wie soll ich Bilanz ziehen?
Die ganzen Jahre über sah ich ihn in diesen Momenten, wenn ich am Ende einer Schlacht dastand und inständig hoffte, dass er nicht gefallen war.
Dann die Freude, ihn wieder zu sehen, wenn er im Feld über den verstümmelten, dampfenden Körpern seiner Gegner stand und das Schwert triumphierend in meine Richtung reckte, ein Gruß, den ich erwiderte.
Ich erinnerte mich auch noch daran, wie wir Seite an Seite dastanden, als die Horde bei Tharos auf uns zustürmte. All meine Kameraden und der, den ich am meisten liebte, waren bereit, uns ihnen zu stellen. An die Ruhe, die in diesen Moment von ihm ausging, als beobachte er einen Sonnenuntergang und nicht das Ende der Welt. Seine Ruhe gab mir den Glauben, das wir es schaffen würden.
Es fällt mir schwer, mich an eine Zeit zu erinnern, in der er nicht bei mir war.
Ich kann all diese Empfindungen nicht richtig zu Papier bringen. Ich wünschte nur, er wäre jetzt hier, das ist alles. Wünschte, er würde nun, da ich sterbe, ein letztes mal meine Hand halten."

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