Buchzitate aus Schuldig

Buchzitate
Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

'Komm, du musst aufhören, dir wegen Jason die Augen auszuweinen. Er weiß, dass du auf ihn fixiert bist.' Zepyr schüttelte den Kopf. 'Jungs wollen nichts Kompliziertes, Trix. Die wollen … so was wie Jessica Ridgeley.' 'Was findet er bloß an der so toll?' Zephyr zuckte mit den Achseln. 'Wer weiß. Ihre Körbchengröße? Den IQ einer Fruchtfliege?'

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Hoffnung gehörte ebenso pathologisch zur Pubertät wie Akne und tobende Hormone. Und wenn man der Welt ein zynisches Gesicht zeigte, so war das bloß ein Schutzmechanismus, wie ein Abdeckstift bei Pickeln, weil es zu beschämend gewesen wäre, irgendwem oder sich selbst einzugestehen, dass man trotz der Abfuhren, die man sich einhandelte, noch immer nicht ganz aufgegeben hatte.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Es gab keinen Hebel, den man umlegen konnte, um den Gefühlsstrom zu stoppen, keine Möglichkeit, die Erinnerungen vertrocknen zu lassen, die sich wie Säure in ihrem Magen sammelten, weil ihr Herz nicht mehr wusste, was es damit anfangen sollte. Sie machte Jason keinen Vorwurf; sie konnte sich so ja selbst nicht leiden. Aber sie konnte auch nicht wieder das Mädchen werden, das sie gewesen war, ehe sie ihm begegnete. Dieses Mädchen gab es nicht mehr.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Vielleicht bedeutete es wirklich nichts, wenn man rumknutschte, ohne dass dabei Gefühle im Spiel waren, aber dann warst du auch selbst bedeutungslos.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Aber als er älter wurde, begriff er, dass Worte Macht hatten. Eine Beleidigung musste nicht laut ausgesprochen werden, um dich zu kränken. Ein Schwur musste nicht geflüstert werden, damit du daran glauben konntest. Ein Gedanke, der sich dir im Kopf festgesetzt hatte, reichte voll und ganz aus, um die Handlungen von allen zu verändern, die dir über den Weg liefen.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Ehebruch war ein Stein unter der Matratze, dessen schmerzhaften Druck man immer spürte, ganz gleich, wie man sich bettete. Was nutzte es denn, wenn man es schaffte, dem anderen zu verzeihen, und doch beide zugeben mussten, dass Vergessen unmöglich war?

Schuld, Treue
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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Wir sind nie diejenigen, für die wir uns halten. Wir sind diejenigen, von denen wir mit aller Kraft glauben möchten, dass wir sie niemals werden können.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Es war kein Zufall, dass Angst einen Menschen ebenso leicht zum Äußeren treiben konnte wie Liebe. Sie waren die unzertrennlichen Zwillinge des Gefühls: Wenn für dich nichts auf dem Spiel stand, hattest du auch nichts, wofür es sich zu kämpfen lohnte.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Verliebtheit ist bloß ein anderes Wort für nicht klar sehen können. Wenn man einen Menschen liebt – erst dann wird er real.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig

Die meisten Menschen sind zu sehr damit beschäftigt, über den Sinn des Lebens nachzudenken. Warum ich, warum jetzt? In Wahrheit widerfährt einem manches gar nicht aus einem bestimmten Grund. Manchmal geht es nur darum, für jemand anderen im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.

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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig - 64

Und wie bei jeder Form von Beschleuniger musste sich dadurch die Gleichung verändern. Man fügt Liebe hinzu, und jeder Mensch ist fähig, etwas Verrücktes zu tun. Man fügt Liebe hinzu, und alle Grenzen zwischen richtig und falsch drohen zu verschwinden

Liebe
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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig - 208

Entscheidend war nicht, was sie sich gesagt hatten, sondern was ungesagt geblieben war: dass Vergeben und Vergessen untrennbar zusammengehörten - wie die zwei Seiten einer Medaille - und doch nicht gleichzeitig existieren konnten. Wer das eine wählte, konnte das andere nicht haben.

Vergessen, Vergebung
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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig - 63

Wenn dein Lebenspartner fehlte, war das Bett nicht mehr dasselbe. Auf der anderen Seite war ein komisches schwarzes Loch, an das man sich nicht zu nah heranrollen durfte, sonst stürzte man in einen Abgrund der Erinnerungen.

Erinnerung, Vermissen
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Buchzitat von Jodi Picoult aus Schuldig - 34

Aber was ihr Angst machte, das waren ihre Augen. Früher hatten sie eine dunkle moosige Farbe, doch jetzt waren sie mattgrün, so blass, dass es schon fast keine Farbe mehr war. Trixie fragte sich, ob man die Pigmente wegweinen konnte.

Weinen, Tränen, Augen
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